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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

Fr 17.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 18.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 19.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

UNTER DEM PARADIESBAUM

Petersberg, 99084 Erfurt
Ausstellungen, Musik
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
22:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM PARADIESBAUM - Musik und Gespräche zur Nacht

Im Themenjahr Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen möchten die ACHAVA Festspiele auf den Petersberg einladen. Der Paradiesbaum von Erfurt kann zum Sehnsuchtsort auf über der Stadt werden.  Wir wollen gemeinsam mit den Erfurtern und den Gästen der Stadt an diesem wunderschönen Ort verweilen, nachdenken und träumen. Am Samstag- und Sonntagabend wird musikalisch die neue Woche begrüßt und die wechselvolle Geschichte des Petersberges erzählt. 

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

LIEBEN UND GELIEBT WERDEN – Éva Fahidi-Pusztai

Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
LIEBEN UND GELIEBT WERDEN – Éva Fahidi-Pusztai - Buchvorstellung und Gespräch, Premiere

mit Éva Fahidi-Puztai – Autorin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn); Dr. Annegret Schüle – Gesprächsführung, Leiterin Erinnerungsort Topf & Söhne; Martin Kranz – Gesprächsführung, Lesung, Intendant ACHAVA Festspiele

Mo 20.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
10:11 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

DAS DRITTE LEBEN – Éva und Bandi

Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DAS DRITTE LEBEN – Éva und Bandi - Film und Gespräch, Uraufführung

mit Eva Stocker – Regisseurin, Zeitzeugin (Schweiz); Éva Fahidi-Puztai – Protagonistin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn); Andor Andrasi – Protagonist, Überlebender (Ungarn); Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele

Di 21.09.2021

Plurale Gesellschaften und jüdische Identitäten in Deutschland.

Kulturhaus Häselburg, Burgstraße 12, 07545 Gera
Vortrag
Ort:
Kulturhaus Häselburg
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Plurale Gesellschaften und jüdische Identitäten in Deutschland. - Podiumsgespräch

Podiumsgespräch mit Anetta Kahane (Berlin), Yael Reuveny (Petach Tikva, Berlin), Emilia Roig (Dourdan, Berlin) und Peggy Piesche (Arnstadt, Gera). Mit einem Grußwort von Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung per Mail unter contact@haeselburg.org oder telefonisch +4936 5 55246844. Der Eintritt beträgt 5 €. Freier Eintritt für Schüler*innen, Studierende, Geflüchtete, ALG-Empfänger*innen und Menschen mit geringem Einkommen.

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

KOCHEN MIT ÉVA – Die Apfelsuppe

Friedrich-Schiller-Schule Erfurt Gemeinschaftsschule Schillerstraße 33 99096 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule Erfurt
Uhrzeit:
13:30 Uhr
KOCHEN MIT ÉVA – Die Apfelsuppe - Kochkurs und Gespräch mit Éva Fahidi-Puztai – Köchin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn); Rebekka Schubert – Gedenkstättenpädagogik Erinnerungsort Topf & Söhne

59 Jahre sprach sie nicht darüber, dass die Nationalsozialisten ihre Familie ermordeten und ihr gesamtes bisheriges Leben zerstörten. Als Jüdin wurde sie nach der deutschen Besetzung Ungarns mit ihrer Familie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde sie am 1. Juli 1944 auf der Rampe von ihren Eltern und ihrer elfjährigen Schwester getrennt. 49 Verwandte von ihr wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet, sie selbst wurde dort zur Zwangsarbeit selektiert und in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Nach langem Schweigen ist sie heute eine unersetzbare und berührende Botschafterin der Menschlichkeit. Dass Éva Fahidi-Pusztai während ihrer Haft in Auschwitz vor Hunger mit anderen Häftlingen Rezepte tauschte und über das heimische Essen sprach, um sich abzulenken, gab den Impuls für das gemeinsame Kochen in Erfurt. Das Rezept der Apfelsuppe von Evas Großmutter steht im Mittelpunkt an diesem Nachmittag.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

Mi 22.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

Jüdisches Eisenach: JÜDISCHE RITUALE

Staatliches Gymnasium Ruhla
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Staatliches Gymnasium Ruhla
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Jüdisches Eisenach: JÜDISCHE RITUALE - Der geheimnisvolle Koffer

Schülerbegegnung und Gespräch mit Thekla Bernecker – Projektleitung ACHAVA Festspiele Eisenach

IN GOTTES HAND – Gabor Sztehlo

Kooperative Gesamtschule Erfurt, Am Schwemmbach 10, 99099 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Kooperative Gesamtschule Erfurt
Uhrzeit:
11:00 Uhr
IN GOTTES HAND – Gabor Sztehlo - Buchvorstellung und Gespräch

mit Andor Andrasi – Protagonist, Überlebender (Ungarn); Rebekka Schubert - Gedenkstättenpädagogik Erinnerungsort Topf & Söhne

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

Do 23.09.2021

„Requiem für den unbekannten Verfolgten" von Hans Heller

Musik
Ort:
Dom zu Erfurt
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
„Requiem für den unbekannten Verfolgten" von Hans Heller - Uraufführung Eröffnungskonzert MDR Sinfonieorchester MDR Rundfunkchor Silvius von Kessel – Orgel

Der deutsch-jüdische Komponist Hans Heller (1898–1969) wurde im thüringischen Greiz geboren und ist dort aufgewachsen. 1933 floh er zusammen mit seiner nicht-jüdischen Frau nach Frankreich. Zwangsarbeit und Flucht prägten diese Zeit seines Lebens, bis er 1946 in die USA emigrieren konnte. Mitte der 1950er-Jahre kehrte er nach Berlin zurück, wo u. a. sein „Requiem für den unbekannten Verfolgten" entstand. Hans Heller ist es nie gelungen, eine seinem herausragenden Talent gebührende Stellung im Musikleben einzunehmen. Er arbeitete extrem lange an Kompositionen und kümmerte sich wenig um Aufführungsmöglichkeiten und Kontakte. Sein Name und sein gesamtes Schaffen sind vollständig in Vergessenheit geraten.

„Requiem für den unbekannten Verfolgten“ von Hans Heller (1898 – 1969), Uraufführung

Dom St. Marien, Domstufen 1, Erfurt
Musik
Ort:
Dom St. Marien
Uhrzeit:
19:30 Uhr
„Requiem für den unbekannten Verfolgten“ von Hans Heller (1898 – 1969), Uraufführung - Die Wiederentdeckung des vokalsymphonischen Werkes von Hans Heller

Der deutsch-jüdische Komponist Hans Heller (1898–1969) wurde im thüringischen Greiz geboren und ist dort aufgewachsen. Er studierte zunächst in Leipzig Klavier (bei Robert Teichmüller) und Theorie, später Kontrapunkt und Komposition bei Franz Schreker in Berlin. 1933 floh er zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau nach Frankreich, in den folgenden Jahren komponierte er ein Klavierkonzert, zwei Symphonien und den Orchestergesang „Les Aveugles“. Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutschen Truppen kam er zunächst in ein Internierungslager und musste Zwangsarbeit leisten. Seiner Deportation nach Osten konnte er im letzten Moment durch Flucht entkommen, er verbrachte den Rest des Krieges in einem Versteck. 1946 emigrierte er in die USA, wo er das Oratorium „Nation Shall Not Lift Up Sword Against Nation“ für Bariton, gemischten Chor und großes Orchester auf biblische Texte von Jesaja und Jeremia schuf. Da er nicht in der Lage war, in den USA eine Existenz aufzubauen, kehrte er Mitte der 1950er Jahre nach Berlin zurück. Dort ist unter anderem sein „Requiem für den unbekannten Verfolgten“ für gemischten Chor und großes Orchester entstanden. Auch nach seiner Rückkehr ist es Hans Heller nicht gelungen, eine seinem herausragenden Talent gebührende Stellung im Musikleben einzunehmen. Grund dafür waren nicht die widrigen biografischen Umstände, sondern auch sein Charakter – er war ein sehr bescheidener und eher introvertierter Mensch, der sich komplett in seine eigene Musikwelt zurückzog, – sowie seine Arbeitsweise: Heller arbeitete extrem lange an jeder seiner Kompositionen, erstellte immer neue Fassungen und kümmerte sich wenig um die Aufführungsmöglichkeiten. Seine großformatigen Werke wurden zudem nie gedruckt. Dadurch sind sein Name und sein gesamtes Schaffen vollständig in Vergessenheit geraten. Hellers Musikstil knüpft an die musikalischen Entwicklungen seiner Zeit, unter anderem benutzt er extensiv die Zwölftonreihen. Jedoch ist seine Musik nicht nur durch eine klar erkennbare individuelle Handschrift geprägt, sondern und vor allem durch eine starke Ausdruckskraft und Emotionalität, die den Zuhörer ganz unmittelbar anstecken.  Für die Konzerte muss das gesamte Aufführungsmaterial für Chor und Orchester hergestellt werden, weil das Werk bislang nur in Form eines Manuskripts existiert. Eine Produktion der ACHAVA Festspielen Thüringen in Kooperation mit den MDR- Klangkörpern, der Musikhochschule FRANZ LISZT Weimar und dem Archiv der Akademie der Künste Berlin

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
12:41 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
13:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Fr 24.09.2021

YAEL DECKELBAUM & THE MOTHERS

Zughafen Erfurt, Zum Güterbahnhof 20
Musik
Ort:
Zughafen Erfurt
Uhrzeit:
19:30 Uhr
YAEL DECKELBAUM & THE MOTHERS - Konzert

Mit der kanadisch-israelischen Sängerin YAEL DECKELBAUM kann das Festival die aktuell wohl bekannteste weibliche Stimme Israels präsentieren. Die Gründerin von „Women Wage Peace“ möchte Deckelbaum und ihre Mitstreiterinnen Frauen aus allen politischen Lagern und Religionen in Israel zusammenbringen. Für „Women Wage Peace“ hat Yael Deckelbaum eine Hymne geschrieben, die unter dem Titel „Prayer of the Mothers“ inzwischen weltbekannt geworden ist und als musikalisches Bekenntnis für das Ziel eines dauerhaften Friedens zwischen Israelis und Palästinensern steht. Gemeinsam mit ihrer Band THE MOTHERS wird Yael in den musikalischen Melting pot Israels und des Nahen Ostens eintauchen. Das junge und weiblich emanzipierte Israel ist an diesem Abend in Thüringen zu Gast.

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jüdisches Leben in Schwarzburg-Rudolstadt

Schlossbezirk 1, 07407 Rudolstadt
Ausstellungen
Ort:
Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt in Kooperation mit dem Arbeitsverbund Schwarzburger Museen
Jüdisches Leben in Schwarzburg-Rudolstadt

Sonderausstellung im Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt.

32 / 1938 / 0 / DIE SYNAGOGEN IN THÜRINGEN

Pfarrhof 1, 99310 Arnstadt
Ausstellungen
Ort:
Milchhof Arnstadt
Uhrzeit:
17:00 Uhr
32 / 1938 / 0 / DIE SYNAGOGEN IN THÜRINGEN - Fotoausstellung - 32 großformatige Foto- und Texttafeln

Die Geschichte der Schändung und Zerstörung der über 30 Synagogen und Beträume in Thüringen ab 1933 zeigt, dass kein Fall wie der andere beschaffen ist. Von der Überbauung des Geländes mit Profanbauten in der DDR, ohne jeden Hinweis auf die Geschichte dieser Liegenschaft bis heute (z.B. Vacha), bis zum wundersamen Überleben und aktuell gedenkenden Pflege der Architektur (z.B. in Mühlhausen) scheint jeder Fall vertreten. Nach aktuellem Stand der Zählung betrug die Zahl der in Thüringen 1933 noch aktiven Synagogen und Beträume plus der von den Nationalsozialisten noch als ehemalige jüdische Versammlungsstätte wahrgenommenen und deshalb ebenfalls geschändeten Gebäude 32. Die Ausstellung  mit dem Titel 32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen visualisiert anhand von 32 Fotografien diesen Teil der Thüringer Geschichte. Jedes Foto wird begleitet durch einen sorgsam vor Ort recherchierten Text, der den Umgang mit den Immobilien erläutert: durch die Nationalsozialisten, aber auch durch die DDR und die Nachwendezeit bis heute. Die Ausstellung wird am 24.September 2021 im Milchhof Arnstadt eröffnet. Sie ist als reisefähige Wanderausstellung geplant, als die sie den jeweiligen Kommunen angeboten werden kann. Sie soll zugleich als online-Ausstellung international erfahrbar sein.

Vernissage: 24. September 2021 | 17.00 Uhr; Ausstellung: 25. September bis 5. Oktober 2021

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
08:30 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Évas Apfelsuppe

Maple Bistro Weimar, Wielandplatz 2
Bildung allgemein
Ort:
Maple Bistro Weimar
Uhrzeit:
16:00 Uhr
Évas Apfelsuppe - Kochen und Gespräche mit Éva Fahidi und Tanya Harding

59 Jahre sprach sie nicht darüber, dass die Nationalsozialisten ihre Familie ermordeten und ihr gesamtes bisheriges Leben zerstörten. Als Jüdin wurde sie nach der deutschen Besetzung Ungarns mit ihrer Familie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde sie am 1. Juli 1944 auf der Rampe von ihren Eltern und ihrer elfjährigen Schwester getrennt. 49 Verwandte von ihr wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet, sie selbst wurde dort zur Zwangsarbeit selektiert und in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Nach langem Schweigen ist sie heute eine unersetzbare und berührende Botschafterin der Menschlichkeit. Dass Éva Fahidi-Pusztai während ihrer Haft in Auschwitz vor Hunger mit anderen Häftlingen Rezepte tauschte und über das heimische Essen sprach, um sich abzulenken, gab den Impuls für das gemeinsame Kochen in Weimar. Das Rezept der Apfelsuppe von Evas Großmutter steht im Mittelpunkt an diesem Nachmittag in Tanyas offener Bistroküche.

Von Josefa Back bis Hilde Weinzweig: jüdische Künstlerinnen und Künstler des Altenburger Landes.

Hospitalplatz 6, 04600 Altenburg
Bildung allgemein
Ort:
Volkshochschule Altenburger Land
Uhrzeit:
18:30 Uhr
Von Josefa Back bis Hilde Weinzweig: jüdische Künstlerinnen und Künstler des Altenburger Landes.

Beschäftigt man sich mit dem jüdischen Leben im Altenburger Land, so kommt man an den Kulturschaffenden nicht vorbei: Ob die Koloratursoubrette und Gesangspädagogin Josefa Back, der Filmemacher Karl Fruchtmann, der Violinist Felix Freilich, der Schauspieler und Spielleiter Karl Schorr oder der Opernregisseur und Musikwissenschaftler Dr. Gerhard Bucky – sie alle haben das kulturelle Leben des Altenburger Landes und auch über die Kreisgrenzen hinaus bereichert. Und alle sahen sich nationalsozialistischer Verfolgung ausgesetzt, einige fielen der Shoah zum Opfer. Der Vortrag beleuchtet ausgewählte Biografien jüdischer Künstler und gibt einen Einblick über jüdisches Kulturleben im Altenburger Land.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.

www.vhs-altenburgerland.de/programm

Sa 25.09.2021

Ich weiß bestimmt, ich werd‘ Dich wiedersehen

Konzertsaal Musikgymnasium Belvedere, Schloss Belvedere 1, Weimar
Musik
Ort:
Konzertsaal Musikgymnasium Belvedere
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Ich weiß bestimmt, ich werd‘ Dich wiedersehen - Liederabend mit Éva Fahidi, Benjamin Appl (Bariton) und James Bailleu (Klavier)

Als Éva Fahidi 17 Jahre alt, bestand sie die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium, ihr größter Traum ging in Erfüllung: Das Musikstudium, Klavier. Sie musste es bald wieder aufgeben. Juden dürften nicht mehr studieren, in ihren Heimatort Debrecen. Wenige Monate später besetzt die Wehrmacht Ungarn. Als sie 18 war, wurde Éva Fahidi nach Auschwitz deportiert. Sie wurde keine Pianistin. Aber Musik spielte für sie immer eine wichtige Rolle. Dieser Abend ist eine kleine Reise durch Éva Fahidis bewegtes Leben: Er beginnt mit der fröhlichen Kindheit in Ungarn, umgeben von einer großen K&K Familie, die so brüsk abbrach. Er erzählt von Deportation, Konzentrationslager und dem Überleben. Vom Verlust der Familie, der Identität. Und dem Wiederfinden der Hoffnung. Èva Fahidi selbst spricht und wird dabei begleitet von dem deutschen Sänger Benjamin Appl, der Lieder und Musik singt, die in ihrem Leben wichtig wurden. Und Lieder, die von Komponisten in Konzentrationslagern geschrieben wurden, oder deren Komponisten dort starben. Musik und Lieder von (u.a.) Schubert und Bach bis Eisler, Ilse Weber und Adolf Strauß, Rachmaninow bis Wagner. Und Leonard Cohen. Es ist ein Dialog zwischen Wort und Musik, Erzählerin und Sänger, über ein Leben und das 20. Jahrhundert, über Erinnerung, Schweigen und das Weiterleben. 

WIR SPIELEN AUF!

Zughafen Erfurt, Zum Güterbahnhof 20
Musik
Ort:
Zughafen Erfurt
Uhrzeit:
19:30 Uhr
WIR SPIELEN AUF! - mit dem ACHAVA Projekt Orchester

Anknüpfend an einen musikalischen Workshop in Arnstadt 2020 wollen die Musikschulen Arnstadt und Ilmenau die Zusammenarbeit mit ACHAVA ausbauen. Das finale Konzert im September 2020 war ein so großer Erfolg, dass alle Beteiligten weiter machen wollen. Mit über 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen wird eine ganze Woche musikalisch über die Genregrenzen hinweg gearbeitet. Die Musikerinnen und Musiker des Thüringer Bach Collegiums stehen für die klassische Barockmusik, der Klarinettist Helmut Eisel lehrt im Bereich Klezmer und Balkan und die Bandmitglieder von FAROUL arbeiten mit den jungen Menschen im Soul und Funk. Es geht in diesem Projekt vor allem um die künstlerische Begegnung und das Verlassen von musikalischen Mustern. Nach einer Woche werden die „Schüler und Meister“ gemeinsam zwei Konzerte vor großem Publikum bestreiten.

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen

Pfarrhof 1, 99310 Arnstadt
Ausstellungen
Ort:
Milchhof Arnstadt
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen

Die Geschichte der Schändung und Zerstörung der über 30 Synagogen und Beträume in Thüringen ab 1933 zeigt, dass kein Fall wie der andere ist. Von der Überbauung des Geländes mit Profanbauten in der DDR, ohne jeden Hinweis auf die Geschichte dieser Liegenschaft bis heute (z. B. Vacha), bis zum wundersamen Überleben der Architektur (z. B. in Mühlhausen) scheint jeder Fall vertreten. Nach aktuellem Stand belief sich die Zahl der in Thüringen 1933 noch aktiven Synagogen und Beträume, plus der von den Nationalsozialisten noch als ehemalige jüdische Versammlungsstätten wahrgenommenen und deshalb ebenfalls geschändeten Gebäude, auf 32. Die Ausstellung mit dem Titel „32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen" visualisiert anhand von 32 Fotografien diesen Teil der Thüringer Geschichte. Jedes Foto wird durch einen sorgsam vor Ort recherchierten Text begleitet.

EIN JAHR MIT DEM STERN

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Ausstellungen
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
16:00 Uhr
Veranstalter:
Elena Kaufmann – Fotografin (Deutschland)
EIN JAHR MIT DEM STERN - Fotoausstellung über das Leben der Jüdischen Gemeinde Thüringen.

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld.

Vernissage: 25. September 2021 | 16 Uhr; Ausstellung: 26. September bis 30.Oktober 2021
 

HI! MY NAME IS ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin

Galerie Waidspeicher Erfurt, Michaelisstraße 10
Ausstellungen
Ort:
Galerie Waidspeicher Erfurt
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Künstlerinnen: Zohar Fraiman (Israel/Deutschland); Olga Grigorjewa (Ukraine/Deustchland); Antonia Mauersberg (Deustchland); Anna Nero (Russland/Deutschland); Anna Schapiro (Russland/Deutschlad); Laila Zami (Frankreich/Deutschland); Kurator: Philipp Sc
HI! MY NAME IS ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin - Ausstellung für internationale Bildende Kunst

Die Gruppenausstellung »Hi! My name is ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin« möchte weibliches jüdisches Leben und Wirken im heutigen Deutschland sichtbar und erlebbar machen. Wer sind diese Künstlerinnen - denn es gibt sie -, was haben sie zu sagen, mit welchen historischen und/oder zeitgenössischen Themen setzen sie sich auseinander? Welche Rolle spielt deren jüdische Identität für ihre Kunst und das daran angeschlossene Leben als junge Frauen in Deutschland? Zur Sprache kommen Künstlerinnen aller Genres: Malerei, Grafik, Bildhauerei und Multimedia, namentlich: Zohar Fraiman (ISR/D), Olga Grigorjewa (UKR/D), Antonia Mauersberg (D), Anna Nero  (RUS/D), Anna Schapiro (RUS/D), Layla Zami (F/D). Inhaltlich erweitert wird die Ausstellung durch Talkrunden, Lesungen und Konzerte, um auch jüdische Frauen aus anderen künstlerischen Sparten zu Wort kommen zu lassen. Lana Lux (UKR/D), Sarah Nemtsov (D) oder Alexa Karolinki (D) sind zeitgenössische Stimmen, die von ihren eigenen Erfahrungen sprechen sollen. Mit der Ausstellung möchten wir eine Lücke füllen, eine Lücke, die impliziert, dass in der Gesellschaft noch immer zu wenig Wissen über die jüdische Gegenwartskultur, besonders über weibliche, jüdische Kulturschaffende im heutigen Deutschland herrscht. Im Festjahr »2021 - Jüdisches Leben in Deutschland (# 2 0 2 1 J L I D )« wollen wir mit ausschließlich weiblichen jüdischen Akteurinnen aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst, den Fokus explizit auf diese Generation richten. Dass in Erfurt jüdische Historie lebendig gehalten wird, zeigt beispielsweise Erfurts Bewerbung um das UNESCO Weltkulturerbe, in deren Kern die Synagoge, die Mikwe und ein jüdisches Bürgerhaus stehen. Der Stellenwert jüdischer Gegenwartskultur steht diesem in nichts nach und erfährt mit den jährlich stattfindenden ACHAVA Festspielen besondere Aufmerksamkeit. Eingebunden in die Feierlichkeiten um 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und die Achava Festspiele 2021 soll die Ausstellung die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem setzt sie selbst wichtige Impulse in Bezug auf Identitätsfragen deutsch-jüdischer Künstlerinnen und die Rolle der Frau im Judentum. Eine Produktion der Erfurter Kunstmuseen in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen. 

Vernissage: 25. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 26. September bis 7. November 2021g

UNTER DEM PARADIESBAUM

Petersberg, 99084 Erfurt
Ausstellungen, Musik
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
22:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM PARADIESBAUM - Musik und Gespräche zur Nacht

Im Themenjahr Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen möchten die ACHAVA Festspiele auf den Petersberg einladen. Der Paradiesbaum von Erfurt kann zum Sehnsuchtsort auf über der Stadt werden.  Wir wollen gemeinsam mit den Erfurtern und den Gästen der Stadt an diesem wunderschönen Ort verweilen, nachdenken und träumen. Am Samstag- und Sonntagabend wird musikalisch die neue Woche begrüßt und die wechselvolle Geschichte des Petersberges erzählt. 

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
MUSIKWORKSHOP – SCHÜLER UND MEISTER IM EINKLANG - mit Schülerinnen und Schüler der Musikschulen Arnstadt und Ilmenau, dem Thüringer Bach Collegium, Helmut Eisel – Klarinette und Künsterische Leitung und der Band FAROUL

Vom 20. bis 25. September 2021 werden Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums, der international renommierte Klezmer Klarinettist Helmut Eisel sowie die Bandmitglieder von FAROUL einen einwöchigen Musikworkshop in der Musikschule Arnstadt und Ilmenau durchführen. Ziel ist die Gründung eines Projektorchesters aus ca. 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen und den Profimusikern aus den Bereichen Klassik, Klezmer, Gypsy, Soul und Funk. In dieser fünftägigen Probenphase, unter Leitung von Helmut Eisel, wird die Musik von Barock bis zum Soul gearbeitet. Ziel ist es, die jungen Musikerinnen und Musiker für eine Zeitreise durch die Musik zu begeistern. Höhepunkt der Musikalischen Arbeit sind die Gründung des ACHAVA PROJEKT ORCHESTERS und die beiden Konzerte mit Schülern und Meistern im Erfurter Zughafen und dem Arnstädter Schlosstheater. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Arnstadt, dem Thüringer Bach Collegium, der Musikschule Arnstadt Ilmenau, dem Theater im Schlossgarten Arnstadt, dem Evangelischen Kirchkreis Arnstadt-Ilmenau und Schlossmuseum Arnstadt. Weitere Informationen: www.achava-festspiele.de/schueler

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
08:30 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

So 26.09.2021

Uhrzeit:
Uhr

Jüdisches Erbe in Mühlhausen

Jüdenstraße, 99974 Mühlhausen/Thüringen
Führungen
Ort:
Synagoge Mühlhausen
Uhrzeit:
14:00 Uhr
Veranstalter:
Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen GmbH Bereich Tourist Information
Jüdisches Erbe in Mühlhausen

Vermutlich seit dem 13. Jahrhundert existierte eine jüdische Gemeinde in der damals freien Reichsstadt Mühlhausen. In den folgenden Jahrhunderten war durch mehrere Pogrome das jüdische Leben in der Stadt fast vollständig zum Erliegen gekommen. Ab dem 18. Jahrhundert siedelten sich wieder jüdische Bürger in Mühlhausen an. Im Jahr 1841 wurde eine Hinterhaussynagoge geweiht. Anmeldungen über Tourist Information Mühlhausen, Tel.: 03601- 404770

HÖRT DIE LIEDER

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Uhrzeit:
17:00 Uhr
Veranstalter:
MDR Kinderchor; Alexander Schmitt - Dirigent ; Alexander Nachama - Landesrabbiner von Thüringen; Katrin Ambrosius - Violine; Andreas Kirpal - Klavier
HÖRT DIE LIEDER - Eine jüdisch-christliche Entdeckungsreise

Innerhalb der jüdischen Feiertage Sukkot- das Laubhüttenfest - wird der MDR Kinderchor gemeinsam mit dem thüringischen Landesrabbiner Alexander Nachama und dem Ambrosius-Duo sich den jüdischen und christlichen Chorgesängen verschiedener Jahrhunderte widmen. Dieses Konzert von einem Kinderchor und Rabbiner gestaltet, soll die ganze Familie ansprechen.

Hört die Lieder

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Hört die Lieder - Eine jüdisch-christliche Entdeckungsreise

Innerhalb der jüdischen Feiertage Sukkot – dem Laubhüttenfest – wird der MDR Kinderchor sich, gemeinsam mit dem thüringischen Landesrabbiner Alexander Nachama und dem Ambrosius-Duo, den jüdischen und christlichen Chorgesängen verschiedener Jahrhunderte widmen. Dieses Konzert, von einem Kinderchor und Rabbiner gestaltet, soll die ganze Familie ansprechen.

WIR SPIELEN AUF!

Theater Arnstadt im Schlossgarten
Musik
Ort:
Theater Arnstadt im Schlossgarten
Uhrzeit:
18:00 Uhr
WIR SPIELEN AUF! - mit dem ACHAVA Projekt Orchester

Anknüpfend an einen musikalischen Workshop in Arnstadt 2020 wollen die Musikschulen Arnstadt und Ilmenau die Zusammenarbeit mit ACHAVA ausbauen. Das finale Konzert im September 2020 war ein so großer Erfolg, dass alle Beteiligten weiter machen wollen. Mit über 40 Schülerinnen und Schülern der Musikschulen wird eine ganze Woche musikalisch über die Genregrenzen hinweg gearbeitet. Die Musikerinnen und Musiker des Thüringer Bach Collegiums stehen für die klassische Barockmusik, der Klarinettist Helmut Eisel lehrt im Bereich Klezmer und Balkan und die Bandmitglieder von FAROUL arbeiten mit den jungen Menschen im Soul und Funk. Es geht in diesem Projekt vor allem um die künstlerische Begegnung und das Verlassen von musikalischen Mustern. Nach einer Woche werden die „Schüler und Meister“ gemeinsam zwei Konzerte vor großem Publikum bestreiten.

The Sephardics

St. Blasii Kirche Nordhausen, Barfüßerstr. 2a
Musik
Ort:
St. Blasii Kirche Nordhausen
Uhrzeit:
20:00 Uhr
The Sephardics

Die sephardische Musik geht auf eine lange Zeitspanne zurück, wie zu jenem Zeitpunkt als um 70. n. Chr. Der Jerusalemer Tempel zerstört wurde und damit das Schicksal des jüdischen Volkes gezeichnet wurde. Der Wechsel von kultureller Blüte und Vertreibung kennzeichnet die jüdische Kultur und macht sie damit reicher in ihrer Kultur und musikalischen Spannbreite. Die Musik der Sephardim, der spanischen Juden, ist mit deren Vertreibung ab dem Jahre 1492 um das ganze Mittelmeer verbreitet worden. Je nach Region klingt daher deren Musik mal türkisch beeinflusst, mal von Klangfarben Nordafrikas oder des Balkans inspiriert. Weiter nördlich kann sie sogar verblüffend mitteleuropäisch anmuten. Das Ensemble „The Sephardics“ besteht aus vier Musikern und spielen sephardische Lieder, Lieder der jüdischen Bevölkerung in Spanien. Diese wurden in einem musikalisch jazzig-rockigen Zusammenhang arrangiert und eingebunden. Das Ensemble wurde 2019 mit dem Preis RUTH beim Rudolstadt Festival ausgezeichnet. Eine Produktion der Jazzmeile Thüringen in Kooperation mit den ACHAVA Festspielen Thüringenb

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

ACHAVA STRASSENFEST & TAG DER LAUBHÜTTE

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
12:00 Uhr
ACHAVA STRASSENFEST & TAG DER LAUBHÜTTE

Wir wollen mit dem 3. ACHAVA Straßenfest die Erfurter und ihre Gäste zu einem Tag der Begegnung in die Erfurter Innenstadt einladen. Mit internationalen Künstlern und Kulinarik aus der ganzen Welt wollen wir gemeinsam ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen! Im Themenjahr „Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen“ soll zum Laubhüttenfest eine eigens angefertigte Laubhütte auf der Grünfläche an der historischen Mikwe zum Verweilen einladen. Die Jüdische Landesgemeinde wird diesen Ort mit einem spannenden Programm rund um die „Sukka“ gestalten. Eine Produktion der ACHAVA Festspielen Thüringen in Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und vielen weiteren Partnern

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
17:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

UNERHÖRTE OSTFRAUEN?

Stadtschloß Eisenach, Markt 24
Bildung allgemein
Ort:
Stadtschloß Eisenach
Uhrzeit:
17:00 Uhr
UNERHÖRTE OSTFRAUEN? - Lebensspuren in zwei Systemen

Lesung; Ellen Händler – Schriftstellerin. In Kooperation mit dem Kulturamt Eisenach

Mo 27.09.2021

HÖRT DIE LIEDER

Zughafen Erfurt, Zum Güterbahnhof 20
Musik
Ort:
Zughafen Erfurt
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
MDR Kinderchor; Alexander Schmitt - Dirigent ; Alexander Nachama - Landesrabbiner von Thüringen; Katrin Ambrosius - Violine; Andreas Kirpal - Klavier
HÖRT DIE LIEDER - Eine jüdisch-christliche Entdeckungsreise

Innerhalb der jüdischen Feiertage Sukkot- das Laubhüttenfest - wird der MDR Kinderchor gemeinsam mit dem thüringischen Landesrabbiner Alexander Nachama und dem Ambrosius-Duo sich den jüdischen und christlichen Chorgesängen verschiedener Jahrhunderte widmen. Dieses Konzert von einem Kinderchor und Rabbiner gestaltet, soll die ganze Familie ansprechen.

The Sephardics

Wagnergasse 26, 07743 Jena
Musik
Ort:
Café Wagner
Uhrzeit:
20:00 Uhr
The Sephardics

Die sephardische Musik geht auf eine lange Zeitspanne zurück, wie zu jenem Zeitpunkt als um 70. n. Chr. Der Jerusalemer Tempel zerstört wurde und damit das Schicksal des jüdischen Volkes gezeichnet wurde. Der Wechsel von kultureller Blüte und Vertreibung kennzeichnet die jüdische Kultur und macht sie damit reicher in ihrer Kultur und musikalischen Spannbreite. Die Musik der Sephardim, der spanischen Juden, ist mit deren Vertreibung ab dem Jahre 1492 um das ganze Mittelmeer verbreitet worden. Je nach Region klingt daher deren Musik mal türkisch beeinflusst, mal von Klangfarben Nordafrikas oder des Balkans inspiriert. Weiter nördlich kann sie sogar verblüffend mitteleuropäisch anmuten. Das Ensemble „The Sephardics“ besteht aus vier Musikern und spielen sephardische Lieder, Lieder der jüdischen Bevölkerung in Spanien. Diese wurden in einem musikalisch jazzig-rockigen Zusammenhang arrangiert und eingebunden. Das Ensemble wurde 2019 mit dem Preis RUTH beim Rudolstadt Festival ausgezeichnet. Eine Produktion der Jazzmeile Thüringen in Kooperation mit den ACHAVA Festspielen Thüringenb

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

INTERNATIONALER KITE WORKSHOP

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
12:53 Uhr
Veranstalter:
mit Nihad Dabeet – Künstler und Drachenbauer (Israel)
INTERNATIONALER KITE WORKSHOP - Drachenbau für Groß und Klein

Nihad Dabeet hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen. Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen. Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

ALLES KOSHER ODER WAS?

Lernküche der Evangelischen Grundschule Eisenach
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Lernküche der Evangelischen Grundschule Eisenach
Uhrzeit:
12:00 Uhr
ALLES KOSHER ODER WAS? - Wissenwertes und Köstliches aus der jüdischen Küche

Ein Schülerworkshop über jüdische Speisegesetze. Selber kochen leicht gemacht. 
Thekla Bernecker – Projektleitung ACHAVA Festspiele Eisenach
 

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

LEBEN UND SCHICKSAL DER JÜDISCHEN GEMEINDE BARCHFELD

Bildung allgemein
Ort:
Online Live Veranstaltung
Uhrzeit:
19:00 Uhr
LEBEN UND SCHICKSAL DER JÜDISCHEN GEMEINDE BARCHFELD - Sie waren Nachbarn und Freunde unserer Vorfahren. Buchvorstellung, Livestream und Musik

mit Klaus Schmidt – Autor und Chronist (Barchfeld/Deutschland),
Alfred Kuhn – Zeitzeuge im Livestream (USA),
Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

Di 28.09.2021

Ute Lemper – Songs for Eternity

Schillerstraße 48, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Thomaskirche Erfurt
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Ute Lemper – Songs for Eternity

Zusammen mit dem italienischen Pianisten und Musikforscher Francesco Lotoro entwickelte Ute Lemper das Programm „Songs for Eternity" mit Liedern aus Ghettos und Konzentrationslagern der Jahre 1942 bis 1944, die sie überall auf der Welt fanden und die nun erstmals in Deutschland zu hören sein werden. Ute Lemper selbst, schon lange in New York wohnhaft und mit dem jüdischen Musiker Todd Turkisher verheiratet, sieht es als ihre Pflicht, den Dialog über die Vergangenheit zu führen und an die Verbrechen der Shoa zu erinnern. Sie erzählt die Geschichten der Menschen und lässt ihre Lieder erklingen, so in den „Songs for Eternity".

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

INTERNATIONALER KITE WORKSHOP

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
mit Nihad Dabeet – Künstler und Drachenbauer (Israel)
INTERNATIONALER KITE WORKSHOP - Drachenbau für Groß und Klein

Nihad Dabeet hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen. Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen. Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

HÖRT DIE ZEUGEN

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
10:00 Uhr
HÖRT DIE ZEUGEN - Der Rabbiner im Gespräch, Begegnung und Gespräch mit Schülerinnen und Schülern

mit Tovia Ben-Chorin – Rabbiner jüdische Gemeinde St. Gallen (Schweiz) und
Thekla Bernecker – Gesprächsführung, Projektleitung ACHAVA Festspiele. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

HÖRT DIE ZEUGEN

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Bildung allgemein
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
18:00 Uhr
HÖRT DIE ZEUGEN - Erinnerungen im Gestern und Heute. Zeitzeugengespräch, Film und Musik

mit Éva Fahidi-Pusztai – Auschwitz und Buchenwaldüberlebende (Ungarn) und
Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

SALAM KITCHEN

Nachbarschaftszentrum Eisenach, Goethestr. 10a
Bildung allgemein
Ort:
Nachbarschaftszentrum Eisenach
Uhrzeit:
18:00 Uhr
SALAM KITCHEN - Orient und Okzident kochen aus einem Topf!

Wissenswertes und Köstliches aus der Küche der Levante mit Malik Alkhalifa – Künstler und Koch (Syrien) und Alexandra Husemeyer – Projektleitung ACHAVA Festspiele und Köchin (Deutschland)

Mi 29.09.2021

Gleißendes Licht

Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena
Musik
Ort:
Volkshaus Jena
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Gleißendes Licht - Ein kathartisches, transmediales Oratorium-Concerto von Marc Sinan

Jede Form des Faschismus und Rassismus in Deutschland wird in den Schatten gestellt durch die Schoa, in der Unfassbarkeit ihrer Dimension. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen können nicht begangen werden, ohne der systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas zu gedenken. Diese Mehrschichtigkeit versucht das Projekt „Gleißendes Licht" im Hier und Jetzt für ein Publikum erfahrbar zu machen. Dafür wird die Konstellation einer konzertanten Gleichzeitigkeit an vier symbolhaften Orten gewählt: Der Pianist Igor Levit spielt auf einem öffentlichen Platz in Jerusalem ein klassisches Programm. In Weimar ist ein Orchester auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald zu hören. Im Volkshaus Jena erklingt ein Oratorium. Der Madrigalkreis singt am Jenaer Westbahnhof, dem Ausgangspunkt zahlreicher Deportationen. Igor Levit in Jerusalem, die Musikerinnen und Musiker in Buchenwald und der Chor am Westbahnhof Jena werden audiovisuell ins Volkshaus Jena hinzugeschaltet. An jedem der vier Orte findet ein für sich geschlossenes Konzert statt; und dennoch macht die virtuelle Verbindung offensichtlich, was wirklich ist: die unendliche Verbindung dieser Orte miteinander durch das unaussprechliche Verbrechen an den Juden. Im Kern des Oratorium-Concertos steht eine Ethik der Gegenwart, die sich aus dem Mehrklang formuliert. Ein musikalischer Ort des Humanismus und der Spiritualität in einer Zeit, in der Werte korrodieren und relativiert werden.

GLEISSENDES LICHT

Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena
Musik
Ort:
Volkshaus Jena
Uhrzeit:
19:00 Uhr
GLEISSENDES LICHT - Ein karthatisches, transmediales Oratorium-Concerto von Marc Sinan - JENA - WEIMAR - JERUSALEM. Uraufführung

Jede Form des Faschismus und Rassismus in Deutschland wird in den Schatten gestellt durch die Shoah, in der Unfassbarkeit ihrer Dimension. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen können nicht begangen werden, ohne der systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas zu gedenken. Und der Samen von Rassismus, Faschismus und Antisemitismus geht immer wieder auf. Das müssen wir schmerzhaft anerkennen. So spinnt sich ein roter Faden in der Geschichte Thüringens von 1121 über 1933-45 bis 2021. Diese Mehrschichtigkeit versucht das Projekt "Gleißendes Licht" im Hier und Jetzt für ein Publikum erfahrbar zu machen. Dafür wird die Konstellation einer konzertanten Gleichzeitigkeit an vier symbolhaften Orten gewählt: Ein PIanist spielt in Jerusalem ein klassisches Programm mit deutscher Klaviermusik des 19. Jahrhunderts -- Schubert, Schumann, Liszt, Beethoven. Eingeschoben in das Programm sind Kompositionen von Marc Sinan, die in höchster Verdichtung erkennbare Materialien aus den präsentierten Stücken zu einem hochverdichteten, fremdartigen Amalgam verschmilzt – eine schmerzhafte Beethoven Paraphrase. Zur gleichen Zeit ist in Weimar ein Bläserensemble der Staatskapelle sowie der Knabenchor Jena in Buchenwald zu hören. Verbunden wird dieser Auftritt mit dem Madrigalkfreis und der Philharmonie Jena, die im Volkshaus ein Oratorium erklingen lassen. Der Pianist in Jerusalem, die Musikerinnen und Musiker in Buchenwald werden audiovisuell ins Volkshaus Jena hinzugeschaltet. An jedem der drei Orte findet ein für sich geschlossenes Konzert statt: ein nahezu beiläufiges Klavierkonzert, ein jugendlicher Gedenk- und ein wütender Klagechor, ein rasendes Oratorium, ein trauerfeierliches sinfonisches Orchester: Und dennoch macht die virtuelle Verbindung offensichtlich, was wirklich ist: die unendliche Verbindung dieser Orte miteinander durch das unaussprechliche Verbrechen an den Juden. Eine Produktion der ACHAVA Festspielen Thüringen in Zusammenarbeit mit JenaKUltur, YMUSIC, der Jenaer Philharmonie, der Staatskapelle Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

„Erblicken wir in der Religion kein Hindernis." Juden in Bad Frankenhausen

Schloßstraße 13, 06567 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Ausstellungen
Ort:
Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen in Kooperation mit dem Arbeitsverbund der Schwarzburger Museen
„Erblicken wir in der Religion kein Hindernis." Juden in Bad Frankenhausen

Kabinettausstellung im Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

INTERNATIONALER KITE WORKSHOP

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
mit Nihad Dabeet – Künstler und Drachenbauer (Israel)
INTERNATIONALER KITE WORKSHOP - Drachenbau für Groß und Klein

Nihad Dabeet hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen. Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen. Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

HÖRT DIE ZEUGEN

Staatliches Ernst-Abbe-Gymnasium Eisenach
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Staatliches Ernst-Abbe-Gymnasium Eisenach
Uhrzeit:
10:00 Uhr
HÖRT DIE ZEUGEN - Der Rabbiner im Gespräch | Teil 1

Begegnung und Gespräch mit Tovia Ben-Chorin – Rabbiner jüdische Gemeinde St. Gallen (Schweiz) und Alexandra Husemeyer – Gesprächsführung, Projektleitung ACHAVA Festspiele

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 30.09.2021

GYPSY SOUL AND JEWISH HEART

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Musik
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Helmut Eisel – Klarinette Joscho Stephan – Sologitarre Günter Stephan – Rhytmusgitarre Max Schaaf – Kontrabass
GYPSY SOUL AND JEWISH HEART - Joscho Stephan Trio meets Helmut Eisel

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

INTERNATIONALER KITE WORKSHOP

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
mit Nihad Dabeet – Künstler und Drachenbauer (Israel)
INTERNATIONALER KITE WORKSHOP - Drachenbau für Groß und Klein

Nihad Dabeet hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen. Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen. Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

HÖRT DIE ZEUGEN

Staatliche Gemeinschaftsschule Eisenach
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Staatliche Gemeinschaftsschule Eisenach
HÖRT DIE ZEUGEN - Der Rabbiner im Gespräch | Teil 2

Begegnung und Gespräch mit Tovia Ben-Chorin – Rabbiner jüdische Gemeinde St. Gallen (Schweiz) und Thekla Bernecker – Gesprächsführung, Projektleitung Eisenach der ACHAVA Festspiele

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

4. Netzwerktreffen Demokratie und Schule

Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
09:30 Uhr
4. Netzwerktreffen Demokratie und Schule - Jüdisches Leben in Thüringen und historisch-politisches Lernen

Thüringer Schülerinnen und Schüler tauschen sich beim 4. Netzwerktreffen über aktuelle Demokratie-Projekte und über Erfahrungen gemeinsam mit Projektpartnern zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben“ aus. Zudem werden museumspädagogische Angebote vom Erinnerungsort Topf & Söhne unterbreitet. Parallel besuchen Lehrkräfte eine Fortbildungsveranstaltung zum Themenfeld historisch-politisches Lernen für die Gegenwart.

DIE SPUREN – Verlegung von Stolpersteinen

Stadtgebiet Bad Liebenstein
Bildung allgemein
Ort:
Stadtgebiet Bad Liebenstein
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Veranstalter:
Gunter Demnig – Aktivist und Künstler (Deutschland)
DIE SPUREN – Verlegung von Stolpersteinen

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

EISENACH UNTERWEGS

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Uhrzeit:
15:00 Uhr
EISENACH UNTERWEGS - Begrüßung der neuen Thorarolle in Erfurt

Busreise mit Thekla Bernecker – Reiseleitung, Projektleitung Eisenach der ACHAVA Festspiele 

Einbringung der neuen Tora in Erfurt

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Hauptprojekt
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Einbringung der neuen Tora in Erfurt

Höhepunkt des Themenjahres ist das Entstehen einer neuen Torarolle für die Jüdische Landesgemeinde Thüringen als Geschenk
der beiden großen Kirchen – Signal eines Neuanfangs. Der Rabbiner und Toraschreiber Reuven Yaacobov lässt die Thüringer an verschiedenen Orten Anteil daran nehmen. Zum Abschluss des Themenjahrs wird die neue Rolle in einem feierlichen Umzug durch Erfurt in die Synagoge am Max-Cars-Platz getragen und in den Toraschrein eingehoben.

Fr 01.10.2021

Uhrzeit:
Uhr

Uhrzeit:
Uhr

Uhrzeit:
Uhr

Uhrzeit:
Uhr

DER GUTE ORT

Friedhof Eisenach
Führungen
Ort:
Friedhof Eisenach
Uhrzeit:
16:00 Uhr
DER GUTE ORT

Führung zu den jüdischen Gräbern des Eisenacher Friedhofs mit Siegbert Braun, Pastor i.R.
 

SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Führungen
Ort:
Lutherhaus Eisenach
Uhrzeit:
22:00 Uhr
SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

mit Thekla Bernecker – Museumspädagogin Stiftung Lutherhaus 

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

INTERNATIONALER KITE WORKSHOP

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
mit Nihad Dabeet – Künstler und Drachenbauer (Israel)
INTERNATIONALER KITE WORKSHOP - Drachenbau für Groß und Klein

Nihad Dabeet hat im September 2020 zehn Tage lang den Paradiesbaum auf dem Erfurter Petersberg aufgebaut. In dieser Zeit hat der israelische Künstler und professionelle Drachenbauer sich in diesen besonderen Ort verliebt. Der ständig wehende Wind und der Berg haben den Künstler Dabeet inspiriert. Nach seiner Rückkehr ins israelische Ramle baute er unverzüglich den ACHAVA Drachen. Durch diese Arbeit entstand die Idee eines mehrtägigen Kite Workshops auf dem Erfurter Petersberg. Gemeinsam mit internationalen Künstlerkollegen möchte Nihad Dabeet bei ACHAVA 2021 in Workshops am Vormittag mit Schülerinnen und Schülern und am Nachmittag mit den Erfurtern Drachen bauen. Dabei sollen verschiedene Drachenbautechniken zum Einsatz kommen. Die gemeinsame Arbeit an den Drachen verbindet und lädt zur Begegnung und zum Gespräch ein.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

Sa 02.10.2021

SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Führungen
Ort:
Lutherhaus Eisenach
Uhrzeit:
22:00 Uhr
SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

mit Frank Rothe –Stiftung Lutherhaus 

Faroul

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Musik
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Faroul - Das Konzert

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

MACH MIT!

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
11:00 Uhr
MACH MIT!

Schülerprojekte zum Thema „Jüdisches Eisenach“ stellen sich vor.

DIE GEHEIMNISSE DER ZEICHEN

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
14:00 Uhr
DIE GEHEIMNISSE DER ZEICHEN

Kalligraphie-Workshop Arabisch, Hebräisch, Deutsch mit Malik Alkhalifa und Max Wagner
 

DER BIBEL DER ANDEREN

Nikolaikirche Eisenach, Karlsplatz 22, Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Nikolaikirche Eisenach
Uhrzeit:
17:00 Uhr
DER BIBEL DER ANDEREN

Gottesdienstreihe mit Pfarrer Armin Pöhlmann

The cakemaker

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
19:00 Uhr
The cakemaker

Filmvorführung und Gespräch; Raul Ofrir Graizer (Isarel) – Regisseur

So 03.10.2021

Uhrzeit:
Uhr

Uhrzeit:
Uhr

Uhrzeit:
Uhr

VON ORT ZU ORT – Die Friedhöfe

Ecke Leibnizallee und Musäusstraße und Hauptfriedhof Weimar
Führungen
Ort:
Jüdischer Friedhof Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
VON ORT ZU ORT – Die Friedhöfe

11:00 Uhr | Jüdischer Friedhof

• Grabsteinsetzung der Familie Elkan 
• Zeremonie zur Grabsteinsetzung mit Landesrabbiner Alexander Nachama 
• Informationen zur Geschichte des Friedhofes durch Thomas Bleicher
• Musikalische Umrahmung
 

12:00 Uhr | Gang durch die Stadt

• Es werden Orte jüdischen Lebens aufgesucht
• 3 Stationen auf dem Weg zum Hauptfriedhof
• Musikalische Begleitung 
 

13:00 Uhr | Historischer Friedhof

• Thema Bestattungsbräuche
• Thema Assimilation am Beispiel an Gräbern
• Thema Krematorium und Buchenwald
• Musikalische Umrahmung 
 

STOLPER . STEINE !

Stadtgebiet Eisenach
Führungen
Ort:
Stadtgebiet Eisenach
Uhrzeit:
13:00 Uhr
STOLPER . STEINE !

Stadtführung mit Frank Rothe – Stiftung Lutherhaus 

JÜDISCHES LEBEN IN EISENACH

Stadtgebiet Eisenach
Führungen
Ort:
Stadtgebiet Eisenach
Uhrzeit:
16:00 Uhr
JÜDISCHES LEBEN IN EISENACH - Treffpunkt: Tourist-Info auf dem Markt

Öffentliche Kinder- und Familienstadtführung mit Thekla Bernecker. Erkunden Sie mit uns Spuren jüdischer Geschichte der Stadt Eisenach zwischen Marktplatz, Judengasse und ehemaliger Synagoge.

Treffpunkt: Tourist-Info auf dem Markt, Ende: Lutherplatz

DEUTSCHLAND SINGT!

Marktplatz Eisenach
Musik
Ort:
Marktplatz Eisenach
Uhrzeit:
19:00 Uhr
DEUTSCHLAND SINGT!

Gemeinschaftliches Singen zum 3. Oktober auf dem Marktplatz von Eisenach

DEUTSCHLAND SINGT!

Platz der Demokratie Weimar
Musik
Ort:
Platz der Demokratie Weimar
Uhrzeit:
19:00 Uhr
DEUTSCHLAND SINGT!

Im vergangenen Jahr kamen 600 Mitwirkende auf den Weimarer Marktplatzt und sangen, redeten und gedachten geneinsam. Die Evangelische Allianz Weimar und ACHAVA Festspiele werden auch 2021 zum Beisammensein auf den Weimarer Marktplatz einladen. Gemeinsam danken – gemeinsam erinnern - gemeinsam hinschauen, heißt es am 3. Oktober 2021, um 19 Uhr auf dem Weimarer Marktplatz anlässlich der Friedensgebete und der Wiedervereinigung vor 31 Jahren. Jeder ist eingeladen, verbindende Volkslieder, Choräle, Gospels und Popsongs als Zeichen der Dankbarkeit mitzusingen und sich so für die friedvolle Weiterentwicklung der Einheit und Demokratie in unserem Land aktiv einzusetzen. Die musikalische Basis für dieses fröhliche und bunte Singen bilden Weimarer Musiker sowie ein Projektchor von Sängerinnen und Sängern aus Weimar, Jena und Umgebung unter der Leitung von Claudia Zohm. Kurze Zeitzeugengespräche zum Herbst 89 und 90 runden den Abend ab.  Kerzen sollen als historisches Zeichen der friedlichen Revolution sowie als ein Symbol von Frieden und Hoffnung hell in unsere Stadt und unser Land hinein strahlen. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar, der Stadt Trier, der weimar GmbH, der Volkshochschule, dem Grüne Wahlverwandschaften e.V, der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und der Evangelischen Allianz Weimar e.V.

KLINGENDE UTOPIEN – 1700 Jahre jüdisches Leben

Theater Altenburg Gera, Theaterstraße 1, Gera
Musik
Ort:
Theater Altenburg Gera
Uhrzeit:
19:00 Uhr
KLINGENDE UTOPIEN – 1700 Jahre jüdisches Leben - „Das Cabinet des Dr. Caligari“ Stummfilm von Carl Mayer; Film mit Livemusik - Komposition von Jeff Beal. Abschlusskonzert der ACHAVA-Festspiele 2021 mit dem Bundesjazzorchester; Niels Klein – Künstlerische Leitung

Im Zentrum des Projekts steht das „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920), geschrieben von Carl Mayer, Regie Robert Wiene, unter Beratung von Fritz Lang, der ursprünglich als Regisseur vorgesehen war. Der Film bietet genau 100 Jahre nach seiner Entstehung viele aktuelle Interpretationsmöglichkeiten als einer der ersten Horrorfilme, mit expressionistischem Design, seinen Themen wie psychische Erkrankungen, Krimi, Kritik an Militarismus und Autorität. Im Gegensatz zu vielen Komödien der Zeit, deren Humor heute schlecht funktioniert, bleibt dieser Film in 6 Akten bis heute ein Klassiker. Der bekannte Hollywood-Filmkomponist Jeff Beal (u.a. „House of Cards“) konnte bereits gewonnen werden, diesen außergewöhnlichen Film neu für das BuJazzO zu vertonen. Dieser große Film (ca. 75 Minuten) wird ergänzt durch einige kurze Stumm- bzw. Animationsfilme (von Künstlern wie Lotte Reiniger, Hedwig und Gerda Otto) aus der berühmten Berliner Werbeagentur Julius Pinschewer. Eine Koproduktion der ACHAVA Festspielen Thüringen in Zusammenarbeit mit mit dem Bundesjazzorchester und dem Theater Gera

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

L’CHAIM – Kochworkshop israelisch-palästinensicher Familienrezepte

Nachbarschaftszentrum Eisenach, Goethestr. 10a
Bildung allgemein
Ort:
Nachbarschaftszentrum Eisenach
Uhrzeit:
14:00 Uhr
L’CHAIM – Kochworkshop israelisch-palästinensicher Familienrezepte

Der Koch und Buchautor Raul Ofrir Graizer aus Israel kocht mit den Eisenachern seine Familienrezepte.

IM GESPRÄCH – das Entjudungsinstitut und sein Leiter

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
15:00 Uhr
IM GESPRÄCH – das Entjudungsinstitut und sein Leiter

Der Enkel des ehemaligen Leiters, Rüdiger Glufke, spricht über seinen Großvater mit Dr. Jochen Birkenmeier – Kurator Stiftung Lutherhaus

Mo 04.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 05.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 06.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 07.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 08.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 09.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 10.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 11.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 12.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 13.10.2021

Literatur. Mirna Funk

Kulturhaus Häselburg, Burgstraße 12, 07545 Gera
Vortrag
Ort:
Kulturhaus Häselburg
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Literatur. Mirna Funk - Mirna Funk (Berlin) liest aus Zwischen Du und Ich (2021)

Du und Ich (2021), ein Roman über ein Leben zwischen Deutschland und Israel. Und diskutiert mit Ronya Othmann (München, Leipzig), die in Die Sommer (2019) über eine Kindheit zwischen Deutschland und Syrien geschrieben hat. (Veranstaltung in der Reihe „Gesprächskultur“)

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung per Mail unter contact@haeselburg.org oder telefonisch +4936 5 55246844. Der Eintritt beträgt 5 €. Freier Eintritt für Schüler*innen, Studierende, Geflüchtete, ALG-Empfänger*innen und Menschen mit geringem Einkommen.

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 14.10.2021

Freiwilligendienste in der Erinnerungsarbeit.

Kulturhaus Häselburg, Burgstraße 12, 07545 Gera
Vortrag
Ort:
Kulturhaus Häselburg
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Freiwilligendienste in der Erinnerungsarbeit. - Mitglieder der Regionalgruppe Thüringen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste erzählen von ihren Erfahrungen als Freiwillige in Polen, Frankreich oder Israel und beraten zur Bewerbung.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung per Mail unter contact@haeselburg.org oder telefonisch +4936 5 55246844. Der Eintritt beträgt 5 €. Freier Eintritt für Schüler*innen, Studierende, Geflüchtete, ALG-Empfänger*innen und Menschen mit geringem Einkommen.

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden.