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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

Fr 17.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 18.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 19.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

LIEBEN UND GELIEBT WERDEN – Éva Fahidi-Pusztai

Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
LIEBEN UND GELIEBT WERDEN – Éva Fahidi-Pusztai - Buchvorstellung und Gespräch, Premiere

mit Éva Fahidi-Puztai – Autorin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn); Dr. Annegret Schüle – Gesprächsführung, Leiterin Erinnerungsort Topf & Söhne; Martin Kranz – Gesprächsführung, Lesung, Intendant ACHAVA Festspiele

Mo 20.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

DAS DRITTE LEBEN – Éva und Bandi

Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DAS DRITTE LEBEN – Éva und Bandi - Film und Gespräch, Uraufführung

mit Eva Stocker – Regisseurin, Zeitzeugin (Schweiz); Éva Fahidi-Puztai – Protagonistin, Auschwitz-und Buchenwaldüberlebende (Ungarn); Andor Andrasi – Protagonist, Überlebender (Ungarn); Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele

Di 21.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

Mi 22.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

Do 23.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
12:41 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
13:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Fr 24.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
08:30 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Évas Apfelsuppe

Maple Bistro Weimar, Wielandplatz 2
Bildung allgemein
Ort:
Maple Bistro Weimar
Uhrzeit:
16:00 Uhr
Évas Apfelsuppe - Kochen und Gespräche mit Éva Fahidi und Tanya Harding

59 Jahre sprach sie nicht darüber, dass die Nationalsozialisten ihre Familie ermordeten und ihr gesamtes bisheriges Leben zerstörten. Als Jüdin wurde sie nach der deutschen Besetzung Ungarns mit ihrer Familie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort wurde sie am 1. Juli 1944 auf der Rampe von ihren Eltern und ihrer elfjährigen Schwester getrennt. 49 Verwandte von ihr wurden in Auschwitz-Birkenau ermordet, sie selbst wurde dort zur Zwangsarbeit selektiert und in ein Außenlager von Buchenwald geschickt. Nach langem Schweigen ist sie heute eine unersetzbare und berührende Botschafterin der Menschlichkeit. Dass Éva Fahidi-Pusztai während ihrer Haft in Auschwitz vor Hunger mit anderen Häftlingen Rezepte tauschte und über das heimische Essen sprach, um sich abzulenken, gab den Impuls für das gemeinsame Kochen in Weimar. Das Rezept der Apfelsuppe von Evas Großmutter steht im Mittelpunkt an diesem Nachmittag in Tanyas offener Bistroküche.

Von Josefa Back bis Hilde Weinzweig: jüdische Künstlerinnen und Künstler des Altenburger Landes.

Hospitalplatz 6, 04600 Altenburg
Bildung allgemein
Ort:
Volkshochschule Altenburger Land
Uhrzeit:
18:30 Uhr
Von Josefa Back bis Hilde Weinzweig: jüdische Künstlerinnen und Künstler des Altenburger Landes.

Beschäftigt man sich mit dem jüdischen Leben im Altenburger Land, so kommt man an den Kulturschaffenden nicht vorbei: Ob die Koloratursoubrette und Gesangspädagogin Josefa Back, der Filmemacher Karl Fruchtmann, der Violinist Felix Freilich, der Schauspieler und Spielleiter Karl Schorr oder der Opernregisseur und Musikwissenschaftler Dr. Gerhard Bucky – sie alle haben das kulturelle Leben des Altenburger Landes und auch über die Kreisgrenzen hinaus bereichert. Und alle sahen sich nationalsozialistischer Verfolgung ausgesetzt, einige fielen der Shoah zum Opfer. Der Vortrag beleuchtet ausgewählte Biografien jüdischer Künstler und gibt einen Einblick über jüdisches Kulturleben im Altenburger Land.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.

www.vhs-altenburgerland.de/programm

Sa 25.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen
Verein für Thüringische Geschichte
Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung, 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen

Schloss Wilhelmsburg, Riesensaal, Schlossberg 9, 98574 Schmalkalden
Bildung allgemein
Ort:
Schloss Wilhelmsburg
Uhrzeit:
08:30 Uhr
Veranstalter:

Historische Kommission für Thüringen Verein für Thüringische Geschichte Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens an der FSU Jena

Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen - Bilanz und Perspektiven der Forschung 28. Tag der Landesgeschichte

www.historische-kommission-fuer-thueringen.de

Für 2021 hat der Freistaat Thüringen das Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ ausgerufen, das von Ministerpräsident Ramelow gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen und politischen Vertretern bereits am 1. Oktober 2020 eröffnet wurde. Die „Historische Kommission für Thüringen“ veranstaltet gemeinsam mit der Jenaer „Forschungsstelle für Neuere Regionalgeschichte Thüringens“, dem „Verein für Thüringische Geschichte“ und weiteren Kooperationspartnern in diesem Zusammenhang eine dreitägige wissenschaftliche Tagung. Deren Titel lautet: „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen – Bilanz und Perspektiven der Forschung“. In vier Sektionen (Mittelalter, Frühe Neuzeit, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert) soll einerseits eine Bilanz der bislang für den thüringischen Raum vorliegenden Arbeiten gezogen und sollen andererseits Perspektiven für weitere Forschungen aufgezeigt werden. Die Tagung wird zugleich den 28. Tag der Thüringischen Landesgeschichte bilden und findet vom 23.–25. September 2021 in Schmalkalden statt.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

So 26.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

ACHAVA STRASSENFEST & TAG DER LAUBHÜTTE

Petersberg, 99084 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
12:00 Uhr
ACHAVA STRASSENFEST & TAG DER LAUBHÜTTE

Wir wollen mit dem 3. ACHAVA Straßenfest die Erfurter und ihre Gäste zu einem Tag der Begegnung in die Erfurter Innenstadt einladen. Mit internationalen Künstlern und Kulinarik aus der ganzen Welt wollen wir gemeinsam ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz setzen! Im Themenjahr „Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen“ soll zum Laubhüttenfest eine eigens angefertigte Laubhütte auf der Grünfläche an der historischen Mikwe zum Verweilen einladen. Die Jüdische Landesgemeinde wird diesen Ort mit einem spannenden Programm rund um die „Sukka“ gestalten. Eine Produktion der ACHAVA Festspielen Thüringen in Kooperation mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und vielen weiteren Partnern

UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik

Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Bildung allgemein
Ort:
Villa Rosenthal
Uhrzeit:
17:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM FEIGENBAUM – Diskurs und Musik - „Folgt der Wissenschaft! – Wissenschaft als Erkenntnismittel, Wohlstandsmotor und Religionsersatz“. Veranstaltungsreihe mit vier Gesprächen und Klaviermusik von Frédérik Chopin, Dmitri Schostakowitsch u.a.; Prof. Dr. Jascha Nemtsov – Konzeption, Gesprächsführung und Pianist

Seit der Zeit der Aufklärung gilt die Wissenschaft in der abendländischen Kultur als der wichtigste Weg der Erkenntnis. Der wissenschaftlichen Forschung sollten keine Grenzen mehr gesetzt werden. Wie kann die Wissenschaft heute ihrer vielfältigen Rolle in der Gesellschaft und den enormen Erwartungen gerecht werden? Was kann sie zur Lösung der gegenwärtigen Probleme beitragen? Wie kann sie helfen, die Spaltung und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft zu überwinden und Menschen mit unterschiedlichen Meinungen in einem konstruktiven Dialog zusammenzubringen? Wie sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bildung vermittelt werden? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe mit vier renommierten Wissenschaftlern. Angedacht sind unter anderen der Fernsehmoderator und Physiker Prof. Dr. h.c. mult. Ranga Yogeshwar, der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin oder die Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel. Die Reihe aus vier Gesprächen wird vom Pianisten und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jascha Nemtsov konzipiert und moderiert, der die Veranstaltungen zudem musikalisch umrahmt. Die Musik wird eine freundliche Atmosphäre kreieren und so zu einem offenen Dialog beitragen. Wie in früheren Jahren stehen diese Veranstaltungen unter dem Motto „Unter dem Feigenbaum“, das an die biblische Friedensvision (Micha 4:4) anknüpft. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und JenaKultur

UNERHÖRTE OSTFRAUEN?

Stadtschloß Eisenach, Markt 24
Bildung allgemein
Ort:
Stadtschloß Eisenach
Uhrzeit:
17:00 Uhr
UNERHÖRTE OSTFRAUEN? - Lebensspuren in zwei Systemen

Lesung; Ellen Händler – Schriftstellerin. In Kooperation mit dem Kulturamt Eisenach

Mo 27.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

LEBEN UND SCHICKSAL DER JÜDISCHEN GEMEINDE BARCHFELD

Bildung allgemein
Ort:
Online Live Veranstaltung
Uhrzeit:
19:00 Uhr
LEBEN UND SCHICKSAL DER JÜDISCHEN GEMEINDE BARCHFELD - Sie waren Nachbarn und Freunde unserer Vorfahren. Buchvorstellung, Livestream und Musik

mit Klaus Schmidt – Autor und Chronist (Barchfeld/Deutschland),
Alfred Kuhn – Zeitzeuge im Livestream (USA),
Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

Di 28.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

HÖRT DIE ZEUGEN

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Bildung allgemein
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
18:00 Uhr
HÖRT DIE ZEUGEN - Erinnerungen im Gestern und Heute. Zeitzeugengespräch, Film und Musik

mit Éva Fahidi-Pusztai – Auschwitz und Buchenwaldüberlebende (Ungarn) und
Martin Kranz – Gesprächsführung, Intendant ACHAVA Festspiele. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

SALAM KITCHEN

Nachbarschaftszentrum Eisenach, Goethestr. 10a
Bildung allgemein
Ort:
Nachbarschaftszentrum Eisenach
Uhrzeit:
18:00 Uhr
SALAM KITCHEN - Orient und Okzident kochen aus einem Topf!

Wissenswertes und Köstliches aus der Küche der Levante mit Malik Alkhalifa – Künstler und Koch (Syrien) und Alexandra Husemeyer – Projektleitung ACHAVA Festspiele und Köchin (Deutschland)

Mi 29.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 30.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

4. Netzwerktreffen Demokratie und Schule

Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Erinnerungsort Topf & Söhne
Uhrzeit:
09:30 Uhr
4. Netzwerktreffen Demokratie und Schule - Jüdisches Leben in Thüringen und historisch-politisches Lernen

Thüringer Schülerinnen und Schüler tauschen sich beim 4. Netzwerktreffen über aktuelle Demokratie-Projekte und über Erfahrungen gemeinsam mit Projektpartnern zum Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben“ aus. Zudem werden museumspädagogische Angebote vom Erinnerungsort Topf & Söhne unterbreitet. Parallel besuchen Lehrkräfte eine Fortbildungsveranstaltung zum Themenfeld historisch-politisches Lernen für die Gegenwart.

DIE SPUREN – Verlegung von Stolpersteinen

Stadtgebiet Bad Liebenstein
Bildung allgemein
Ort:
Stadtgebiet Bad Liebenstein
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Veranstalter:
Gunter Demnig – Aktivist und Künstler (Deutschland)
DIE SPUREN – Verlegung von Stolpersteinen

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld

EISENACH UNTERWEGS

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Bildung allgemein
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Uhrzeit:
15:00 Uhr
EISENACH UNTERWEGS - Begrüßung der neuen Thorarolle in Erfurt

Busreise mit Thekla Bernecker – Reiseleitung, Projektleitung Eisenach der ACHAVA Festspiele 

Fr 01.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

Sa 02.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

MACH MIT!

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
11:00 Uhr
MACH MIT!

Schülerprojekte zum Thema „Jüdisches Eisenach“ stellen sich vor.

DIE GEHEIMNISSE DER ZEICHEN

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
14:00 Uhr
DIE GEHEIMNISSE DER ZEICHEN

Kalligraphie-Workshop Arabisch, Hebräisch, Deutsch mit Malik Alkhalifa und Max Wagner
 

DER BIBEL DER ANDEREN

Nikolaikirche Eisenach, Karlsplatz 22, Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Nikolaikirche Eisenach
Uhrzeit:
17:00 Uhr
DER BIBEL DER ANDEREN

Gottesdienstreihe mit Pfarrer Armin Pöhlmann

The cakemaker

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
19:00 Uhr
The cakemaker

Filmvorführung und Gespräch; Raul Ofrir Graizer (Isarel) – Regisseur

So 03.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

L’CHAIM – Kochworkshop israelisch-palästinensicher Familienrezepte

Nachbarschaftszentrum Eisenach, Goethestr. 10a
Bildung allgemein
Ort:
Nachbarschaftszentrum Eisenach
Uhrzeit:
14:00 Uhr
L’CHAIM – Kochworkshop israelisch-palästinensicher Familienrezepte

Der Koch und Buchautor Raul Ofrir Graizer aus Israel kocht mit den Eisenachern seine Familienrezepte.

IM GESPRÄCH – das Entjudungsinstitut und sein Leiter

Festzelt Lutherplatz Eisenach
Bildung allgemein
Ort:
Festzelt Lutherplatz Eisenach
Uhrzeit:
15:00 Uhr
IM GESPRÄCH – das Entjudungsinstitut und sein Leiter

Der Enkel des ehemaligen Leiters, Rüdiger Glufke, spricht über seinen Großvater mit Dr. Jochen Birkenmeier – Kurator Stiftung Lutherhaus

Mo 04.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 05.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 06.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 07.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 08.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 09.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 10.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 11.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 12.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 13.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 14.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden.