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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

Fr 17.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 18.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 19.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

UNTER DEM PARADIESBAUM

Petersberg, 99084 Erfurt
Ausstellungen, Musik
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
22:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM PARADIESBAUM - Musik und Gespräche zur Nacht

Im Themenjahr Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen möchten die ACHAVA Festspiele auf den Petersberg einladen. Der Paradiesbaum von Erfurt kann zum Sehnsuchtsort auf über der Stadt werden.  Wir wollen gemeinsam mit den Erfurtern und den Gästen der Stadt an diesem wunderschönen Ort verweilen, nachdenken und träumen. Am Samstag- und Sonntagabend wird musikalisch die neue Woche begrüßt und die wechselvolle Geschichte des Petersberges erzählt. 

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 20.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 21.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 22.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 23.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 24.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jüdisches Leben in Schwarzburg-Rudolstadt

Schlossbezirk 1, 07407 Rudolstadt
Ausstellungen
Ort:
Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt in Kooperation mit dem Arbeitsverbund Schwarzburger Museen
Jüdisches Leben in Schwarzburg-Rudolstadt

Sonderausstellung im Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt.

32 / 1938 / 0 / DIE SYNAGOGEN IN THÜRINGEN

Pfarrhof 1, 99310 Arnstadt
Ausstellungen
Ort:
Milchhof Arnstadt
Uhrzeit:
17:00 Uhr
32 / 1938 / 0 / DIE SYNAGOGEN IN THÜRINGEN - Fotoausstellung - 32 großformatige Foto- und Texttafeln

Die Geschichte der Schändung und Zerstörung der über 30 Synagogen und Beträume in Thüringen ab 1933 zeigt, dass kein Fall wie der andere beschaffen ist. Von der Überbauung des Geländes mit Profanbauten in der DDR, ohne jeden Hinweis auf die Geschichte dieser Liegenschaft bis heute (z.B. Vacha), bis zum wundersamen Überleben und aktuell gedenkenden Pflege der Architektur (z.B. in Mühlhausen) scheint jeder Fall vertreten. Nach aktuellem Stand der Zählung betrug die Zahl der in Thüringen 1933 noch aktiven Synagogen und Beträume plus der von den Nationalsozialisten noch als ehemalige jüdische Versammlungsstätte wahrgenommenen und deshalb ebenfalls geschändeten Gebäude 32. Die Ausstellung  mit dem Titel 32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen visualisiert anhand von 32 Fotografien diesen Teil der Thüringer Geschichte. Jedes Foto wird begleitet durch einen sorgsam vor Ort recherchierten Text, der den Umgang mit den Immobilien erläutert: durch die Nationalsozialisten, aber auch durch die DDR und die Nachwendezeit bis heute. Die Ausstellung wird am 24.September 2021 im Milchhof Arnstadt eröffnet. Sie ist als reisefähige Wanderausstellung geplant, als die sie den jeweiligen Kommunen angeboten werden kann. Sie soll zugleich als online-Ausstellung international erfahrbar sein.

Vernissage: 24. September 2021 | 17.00 Uhr; Ausstellung: 25. September bis 5. Oktober 2021

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 25.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen

Pfarrhof 1, 99310 Arnstadt
Ausstellungen
Ort:
Milchhof Arnstadt
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen

Die Geschichte der Schändung und Zerstörung der über 30 Synagogen und Beträume in Thüringen ab 1933 zeigt, dass kein Fall wie der andere ist. Von der Überbauung des Geländes mit Profanbauten in der DDR, ohne jeden Hinweis auf die Geschichte dieser Liegenschaft bis heute (z. B. Vacha), bis zum wundersamen Überleben der Architektur (z. B. in Mühlhausen) scheint jeder Fall vertreten. Nach aktuellem Stand belief sich die Zahl der in Thüringen 1933 noch aktiven Synagogen und Beträume, plus der von den Nationalsozialisten noch als ehemalige jüdische Versammlungsstätten wahrgenommenen und deshalb ebenfalls geschändeten Gebäude, auf 32. Die Ausstellung mit dem Titel „32 / 1938 / 0 / Die Synagogen in Thüringen" visualisiert anhand von 32 Fotografien diesen Teil der Thüringer Geschichte. Jedes Foto wird durch einen sorgsam vor Ort recherchierten Text begleitet.

EIN JAHR MIT DEM STERN

Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina, Schloßstraße 10
Ausstellungen
Ort:
Maßstabwerk Bad Liebenstein/OT Schweina
Uhrzeit:
16:00 Uhr
Veranstalter:
Elena Kaufmann – Fotografin (Deutschland)
EIN JAHR MIT DEM STERN - Fotoausstellung über das Leben der Jüdischen Gemeinde Thüringen.

Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Kooperation mit der Stadt Bad Liebenstein, der Gemeinde Barchfeld-Immelborn, der Kinder- und Jugendkunstschule Wartburgkreis und der evangelischen Kirchgemeinde Barchfeld.

Vernissage: 25. September 2021 | 16 Uhr; Ausstellung: 26. September bis 30.Oktober 2021
 

HI! MY NAME IS ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin

Galerie Waidspeicher Erfurt, Michaelisstraße 10
Ausstellungen
Ort:
Galerie Waidspeicher Erfurt
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Künstlerinnen: Zohar Fraiman (Israel/Deutschland); Olga Grigorjewa (Ukraine/Deustchland); Antonia Mauersberg (Deustchland); Anna Nero (Russland/Deutschland); Anna Schapiro (Russland/Deutschlad); Laila Zami (Frankreich/Deutschland); Kurator: Philipp Sc
HI! MY NAME IS ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin - Ausstellung für internationale Bildende Kunst

Die Gruppenausstellung »Hi! My name is ___ #weiblich #jüdisch #Künstlerin« möchte weibliches jüdisches Leben und Wirken im heutigen Deutschland sichtbar und erlebbar machen. Wer sind diese Künstlerinnen - denn es gibt sie -, was haben sie zu sagen, mit welchen historischen und/oder zeitgenössischen Themen setzen sie sich auseinander? Welche Rolle spielt deren jüdische Identität für ihre Kunst und das daran angeschlossene Leben als junge Frauen in Deutschland? Zur Sprache kommen Künstlerinnen aller Genres: Malerei, Grafik, Bildhauerei und Multimedia, namentlich: Zohar Fraiman (ISR/D), Olga Grigorjewa (UKR/D), Antonia Mauersberg (D), Anna Nero  (RUS/D), Anna Schapiro (RUS/D), Layla Zami (F/D). Inhaltlich erweitert wird die Ausstellung durch Talkrunden, Lesungen und Konzerte, um auch jüdische Frauen aus anderen künstlerischen Sparten zu Wort kommen zu lassen. Lana Lux (UKR/D), Sarah Nemtsov (D) oder Alexa Karolinki (D) sind zeitgenössische Stimmen, die von ihren eigenen Erfahrungen sprechen sollen. Mit der Ausstellung möchten wir eine Lücke füllen, eine Lücke, die impliziert, dass in der Gesellschaft noch immer zu wenig Wissen über die jüdische Gegenwartskultur, besonders über weibliche, jüdische Kulturschaffende im heutigen Deutschland herrscht. Im Festjahr »2021 - Jüdisches Leben in Deutschland (# 2 0 2 1 J L I D )« wollen wir mit ausschließlich weiblichen jüdischen Akteurinnen aus dem Bereich zeitgenössischer Kunst, den Fokus explizit auf diese Generation richten. Dass in Erfurt jüdische Historie lebendig gehalten wird, zeigt beispielsweise Erfurts Bewerbung um das UNESCO Weltkulturerbe, in deren Kern die Synagoge, die Mikwe und ein jüdisches Bürgerhaus stehen. Der Stellenwert jüdischer Gegenwartskultur steht diesem in nichts nach und erfährt mit den jährlich stattfindenden ACHAVA Festspielen besondere Aufmerksamkeit. Eingebunden in die Feierlichkeiten um 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und die Achava Festspiele 2021 soll die Ausstellung die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Außerdem setzt sie selbst wichtige Impulse in Bezug auf Identitätsfragen deutsch-jüdischer Künstlerinnen und die Rolle der Frau im Judentum. Eine Produktion der Erfurter Kunstmuseen in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen. 

Vernissage: 25. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 26. September bis 7. November 2021g

UNTER DEM PARADIESBAUM

Petersberg, 99084 Erfurt
Ausstellungen, Musik
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
22:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
UNTER DEM PARADIESBAUM - Musik und Gespräche zur Nacht

Im Themenjahr Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen möchten die ACHAVA Festspiele auf den Petersberg einladen. Der Paradiesbaum von Erfurt kann zum Sehnsuchtsort auf über der Stadt werden.  Wir wollen gemeinsam mit den Erfurtern und den Gästen der Stadt an diesem wunderschönen Ort verweilen, nachdenken und träumen. Am Samstag- und Sonntagabend wird musikalisch die neue Woche begrüßt und die wechselvolle Geschichte des Petersberges erzählt. 

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 26.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 27.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 28.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 29.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

„Erblicken wir in der Religion kein Hindernis." Juden in Bad Frankenhausen

Schloßstraße 13, 06567 Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Ausstellungen
Ort:
Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen
Uhrzeit:
10:00 Uhr
Veranstalter:
Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen in Kooperation mit dem Arbeitsverbund der Schwarzburger Museen
„Erblicken wir in der Religion kein Hindernis." Juden in Bad Frankenhausen

Kabinettausstellung im Regionalmuseum im Schloss Bad Frankenhausen.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 30.09.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 01.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 02.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 03.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 04.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 05.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 06.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 07.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 08.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 09.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 10.10.2021

DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN

Anger Erfurt
Ausstellungen
Ort:
Anger Erfurt
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DER WEISSE FADEN - WELTEN FREI VON ETIKETTEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum. Vernissage: 9. September 2021 | 19.00 Uhr; Ausstellung: 10. September bis 10. Oktober 2021

Das Projekt „Welten frei von Etiketten“ der Künstlerin Elena Kaufmann möchte 20 Großformatportraits im Öffentlichen Raum präsentieren. Die portraitierten Frauen gehören jeweils zu 20 unterschiedlichen Religionen / Glaubensrichtungen und stammen aus ganz Deutschland. Sie werden ohne religiöse Zeichen und Verbindungen zu ihrem Glauben, reduziert auf den individuellen Menschen fotografiert. Die sehr sensible Fotografie von Elena Kaufmann schafft hierdurch ein ausdruckstarkes Gesamtwerk und lässt, durch das Weglassen jeglicher Hinweise der Portraits auf die Religionen / Glaubensrichtungen den Betrachter mit den Gedanken allein, wie leben wir miteinander, warum gibt es so viele Vorurteile, Ängste und vielleicht auch Hass und was ist die tiefe menschliche Basis für unser Leben. Diese einfühlsamen Fotografien sollen im öffentlichen Raum präsentiert werden, sollen somit Barrieren abbauen und Menschen erreichen und berühren. Dafür brauchen sie aber auch Schutz. Und wie die Frau für die Geburt des Lebens steht, so soll auch der Raum der Geburt neuer Gedanken gleichkommen. Dafür wurde die Form eines Kokons konstruiert. Eine leichte Stoffhülle gibt Schutz auf einem belebten Platz in der Stadt und bietet einen Raum des kurzen Innehaltens. Der Kokon soll als Symbol einen starken Erkennungswert haben und auf einer späteren Wanderung die Ausstellung aus dem Zentrum Deutschlands in viele Ecken des Landes bringen und somit die Idee eines besseren und friedlicheren Miteinanders entstehen und vermehren lassen. Die Ausstellung ist für den Zeitraum vom 9.Sep 2021 bis zum 10.Okt 2021 geplant und soll auf dem Anger direkt am Neuen Angerbrunnen zu besichtigen sein. Das Projekt wird von der Stadt Erfurt und dem Kooperationspartner ACHAVA Festspiele Thüringen e.V. gefördert. Das Theater Erfurt unterstützt ebenfalls bei der Planung und Realisierung. Die Protagonistinnen kommen aus ganz Deutschland, unter anderem aus Köln, Berlin, Hannover, Stralsund, Leipzig, sowie Erfurt und andere Städten Thüringens und werden in der Zeit von Oktober 2020 bis November 2020 in Erfurt eingeladen und fotografiert. Erfurt stellt somit das Zentrum des Projektes als auch der Idee für ein friedliches Miteinander dar. Eine Produktion des friends republic e.V. in Koproduktion mit den ACHAVA Festspielen Thüringen, der Stadt Erfurt, Theater Erfurt und den Erfurter Kunstmuseen

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 11.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 12.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 13.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 14.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden.