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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

Fr 17.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 18.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 19.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

Mo 20.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 21.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 22.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 23.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 24.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 25.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

So 26.09.2021

Jüdisches Erbe in Mühlhausen

Jüdenstraße, 99974 Mühlhausen/Thüringen
Führungen
Ort:
Synagoge Mühlhausen
Uhrzeit:
14:00 Uhr
Veranstalter:
Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen GmbH Bereich Tourist Information
Jüdisches Erbe in Mühlhausen

Vermutlich seit dem 13. Jahrhundert existierte eine jüdische Gemeinde in der damals freien Reichsstadt Mühlhausen. In den folgenden Jahrhunderten war durch mehrere Pogrome das jüdische Leben in der Stadt fast vollständig zum Erliegen gekommen. Ab dem 18. Jahrhundert siedelten sich wieder jüdische Bürger in Mühlhausen an. Im Jahr 1841 wurde eine Hinterhaussynagoge geweiht. Anmeldungen über Tourist Information Mühlhausen, Tel.: 03601- 404770

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 27.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 28.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 29.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 30.09.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 01.10.2021

DER GUTE ORT

Friedhof Eisenach
Führungen
Ort:
Friedhof Eisenach
Uhrzeit:
16:00 Uhr
DER GUTE ORT

Führung zu den jüdischen Gräbern des Eisenacher Friedhofs mit Siegbert Braun, Pastor i.R.
 

SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Führungen
Ort:
Lutherhaus Eisenach
Uhrzeit:
22:00 Uhr
SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

mit Thekla Bernecker – Museumspädagogin Stiftung Lutherhaus 

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Bildung allgemein, Führungen
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Veranstalter:

JenaKultur

E.R.-Portrait eines Vergessenen. Eine performative Spurensuche zu Eduard Rosenthal

Eduard Rosenthal hatte zahlreiche Wirkungsstätten in Jena und Thüringen. Die Nationalsozialisten hatten ihn auf Grund seiner jüdischen Herkunft für lange Zeit aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun wird der Demokrat, Menschenfreund und Vater der Thüringer Landesverfassung an fünf Orten seines Wirkens in Jena, Weimar und Erfurt gewürdigt. Im vergangenen Jahr wurde sein dezentrales Denkmal mit dem Namen „Erkundungsbohrungen“ der beiden Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz anlässlich der Ausschreibung des städtischen Botho-Graef-Kunstpreises in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeweiht.

Die parallel dazu von der Weimarer Künstlerin Anke Heelemann entwickelte theaterinszenierte Führung schickt die Teilnehmer*innen auf unterhaltsame wie eigenwillige Weise quer durch Jena auf Spurensuche nach der von den Nationalsozialisten vergessen gemachten Persönlichkeit Rosenthals. Entlang der drei Jenaer Denkmalstandorte Universitätshauptgebäude, Volkshaus und Villa Rosenthal wurde die Stadt selbst zur Bühne für ein bewegtes Portrait. Die unterhaltsame und eigenwillige Tour führte in eine Stadt, die ohne Eduard Rosenthal nicht die heutige wäre. Aus der Perspektive E.R.s schärfen die Teilnehmer*innen den Blick, vermessen Leerstellen und setzen mit historischen Bildabgleichen neue Fixpunkte. Sie markieren Spuren und eindringliche Wendepunkte, hören den Zeitgeist jener Jahre und tauchten in Archive ein, um Vergessenes und Verdrängtes zu bergen.

Performance: Markus Fennert

Start jeweils 15 Uhr, Dauer 2,5 h
TICKETS: 18 €, ermäßigt 9 €


Frühzeitige Buchung sowie dem Wetter entsprechende Kleidung und bequemes Schuhwerk werden empfohlen. Endpunkt der Tour ist die Villa Rosenthal.
VORVERKAUF: in der Jena Tourist-Information

Sa 02.10.2021

SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Führungen
Ort:
Lutherhaus Eisenach
Uhrzeit:
22:00 Uhr
SCHAU HIN! – Objektführung im Lutherhaus

mit Frank Rothe –Stiftung Lutherhaus 

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Tourist Information Weimar, Markt 10, 99423 Weimar
Bildung allgemein, Führungen
Ort:
Tourist Information Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
Stadtführung „Jüdisches Leben in Weimar“

Erste Spuren jüdischen Lebens in Weimar lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. In den Jahrhunderten danach existierte in Weimar jüdisches Leben zwischen Bedrängnis und Entfaltung. Eingeschränkt waren die Freiheiten der jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, soweit sie sich so bezeichnen durften, stets. Trotzdem entwickelte sich auch in Weimar in all den Jahrhunderten eine jüdische Kultur, deren Spuren in diesem Stadtrundgang verfolgt werden. Nicht erst mit der Shoah mussten die Juden in Weimar existenzbedrohliche Rückschläge bis hin zur Vertreibung oder gar dem Tod hinnehmen, auch zuvor gab es judenkritische oder -feindliche Tendenzen, aber auch Zeiten der kulturellen Blüte. Wo sind diese Marken fast 700-jährigen jüdischen Lebens in Weimar zu verorten? Dieser Frage wird in diesem zweistündigen Stadtrundgang nachgegangen, der sich auf die gut zu erlaufenden Orte in Weimars Altstadt beschränkt.

So 03.10.2021

VON ORT ZU ORT – Die Friedhöfe

Ecke Leibnizallee und Musäusstraße und Hauptfriedhof Weimar
Führungen
Ort:
Jüdischer Friedhof Weimar
Uhrzeit:
11:00 Uhr
VON ORT ZU ORT – Die Friedhöfe

11:00 Uhr | Jüdischer Friedhof

• Grabsteinsetzung der Familie Elkan 
• Zeremonie zur Grabsteinsetzung mit Landesrabbiner Alexander Nachama 
• Informationen zur Geschichte des Friedhofes durch Thomas Bleicher
• Musikalische Umrahmung
 

12:00 Uhr | Gang durch die Stadt

• Es werden Orte jüdischen Lebens aufgesucht
• 3 Stationen auf dem Weg zum Hauptfriedhof
• Musikalische Begleitung 
 

13:00 Uhr | Historischer Friedhof

• Thema Bestattungsbräuche
• Thema Assimilation am Beispiel an Gräbern
• Thema Krematorium und Buchenwald
• Musikalische Umrahmung 
 

STOLPER . STEINE !

Stadtgebiet Eisenach
Führungen
Ort:
Stadtgebiet Eisenach
Uhrzeit:
13:00 Uhr
STOLPER . STEINE !

Stadtführung mit Frank Rothe – Stiftung Lutherhaus 

JÜDISCHES LEBEN IN EISENACH

Stadtgebiet Eisenach
Führungen
Ort:
Stadtgebiet Eisenach
Uhrzeit:
16:00 Uhr
JÜDISCHES LEBEN IN EISENACH - Treffpunkt: Tourist-Info auf dem Markt

Öffentliche Kinder- und Familienstadtführung mit Thekla Bernecker. Erkunden Sie mit uns Spuren jüdischer Geschichte der Stadt Eisenach zwischen Marktplatz, Judengasse und ehemaliger Synagoge.

Treffpunkt: Tourist-Info auf dem Markt, Ende: Lutherplatz

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 04.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Di 05.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mi 06.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Do 07.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Fr 08.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Sa 09.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

So 10.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz

Am Tivoli 3, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Tivoli Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Bildung vereint e. V. Gotha

„Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch“ Geboren in Auschwitz - Ausstellung im Gothaer Tivoli

www.bildung-vereint.de

Die Ausstellung „Ich konnte nicht schreien, nur deshalb lebe ich noch: Geboren in Auschwitz“ von Alwin Meyer kann ab dem 14.7.21 im Gothaer Tivoli besucht werden. Alwin Meyer, Journalist und Sachbuchautor, begann 1972 mit der weltweiten Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. In vielen Ländern führte er und führt nach wie vor Gespräche mit Menschen, die bei ihrer Befreiung oft noch Kinder und Babys waren. Er hörte zu, fragte nach, kam wieder, fotografierte und filmte – getragen vom Vertrauen der Frauen und Männer, die ihm gegenübersaßen. Die aktuelle Ausstellung porträtiert Kinder, die Auschwitz und anderen Lagern unter kaum vorstellbaren Bedingungen geboren wurden und über ihr Leben berichten. 

Bereits 2017 besuchte Alwin Meyer auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einem Vortrag die Stadt Gotha. Im September des Folgejahres konnte seine Ausstellung „Vergesst uns nicht – Die Kinder von Auschwitz“ im Gothaer Tivoli und damit erstmals in Thüringen gezeigt werden. 2020 wurde in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, seine umfangreiche Ausstellung „Geboren in Auschwitz“, welche in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee e.V. entstanden ist, eröffnet: „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“, Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

14.7.21, 12.30 Uhr, Eröffnung mit dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Bodo Ramelow, und weiteren Gästen

15.7.21, 19.00 Uhr, Vortrag Prof. Dr. Reinhard Schramm: Jüdisches Leben in Thüringen, Vortrag Alwin Meyer: Geboren in Auschwitz

Es laden ein: Bildung vereint e.V. in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Thüringen, Förderverein Gothaer Tivoli e.V., KommPottPora e.V., Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Gotha, Verein für Stadtgeschichte Gotha e.V. 

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung wird gebeten. Weitere Info: www.tivoli-gotha.de

Besichtigung: Di.-Do. 10-17 Uhr und nach Vereinbarung.

Mo 11.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 12.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 13.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 14.10.2021

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden.