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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

Di 19.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 20.10.2021

Mazel Tov Cocktail.

Kulturhaus Häselburg, Burgstraße 12, 07545 Gera
Vortrag
Ort:
Kulturhaus Häselburg
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Mazel Tov Cocktail. - Rasanter Kurzfilm über einen jüdischen Schüler, der sich gegen Antisemitismus zu Wehr setzt.

Regisseur Arkadij Khaet und die Drehbuchautorin Merle Kirchhoff im Gespräch mit Moritz Bothe (Universität Jena).

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung per Mail unter contact@haeselburg.org oder telefonisch +4936 5 55246844. Der Eintritt beträgt 5 €. Freier Eintritt für Schüler*innen, Studierende, Geflüchtete, ALG-Empfänger*innen und Menschen mit geringem Einkommen.

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 21.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Fachtag Geschichte

Carl-Zeiss-Straße 3, 07743 Jena
Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Hörsaal 3
Uhrzeit:
09:00 Uhr
Veranstalter:
ThILLM Bad Berka
Fachtag Geschichte - Thüringens jüdische Geschichte im Geschichtsunterricht

Der 8. Fachtag Geschichte widmet sich anlässlich des Themenjahres den Spuren jüdischen Lebens in Thüringen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie eine integrierte deutsch-jüdische Geschichte jenseits des Holocausts im Geschichtsunterricht etabliert werden kann, um einer Reduzierung des Themas auf die Zeit des Nationalsozialismus entgegen zu wirken. In den angebotenen Workshops wird es daher auch darum gehen, gängige Narrative einer Minderheits- und Verfolgungsgeschichte und tradierte antisemitische Einstellungsmuster zu hinterfragen. Mit dem Tagebuch eines jüdischen Teenagers aus der Weimarer Republik (1925-1930), durch einen quellenkritischen Umgang mit den Fotos von der Deportation Eisenacher Juden 1942 oder der Entstehungsgeschichte des 1952 vollendeten, einzigen Neubaus einer Synagoge in der DDR werden sowohl lokale als auch überregionale Perspektiven auf die Geschichte Thüringens in den Blick genommen. Ein weiterer Workshop demonstriert, wie Lehrkräfte und Schüler*innen die digitale Plattform des Jüdischen Museums Berlin "Jewish Places" nutzen und durch eigene Recherchen zu lokalen Spuren jüdischer Geschichte mitgestalten können. 

• Antisemitismus: Gegenwartsproblem und Gegenstand historischen Lernens (Einführungsvortrag)
• Der einzige Synagogen-Neubau der DDR 1952 in Erfurt: Historisches Projektlernen an einem Erfurter Gymnasium 

• Das Tagebuch der Eva Schiffmann aus Gotha (1925-1930) – nicht nur eine lokalgeschichtliche Quelle​ für den Geschichtsunterricht zur Weimarer Republik 
• Das Jüdische Museum Berlin als außer- und innerschulischer Lernort: Jewish Places als digtiales Lernangebot zur jüdischen Geschichte 
• Lernbereich Geschichtskultur: Die Deportation der Eisenacher Juden am 9. Mai 1942. Eine Fotoserie der lokalen NS-Geschichte und ihre geschichtskulturelle Verwendung

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Fr 22.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Sa 23.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

So 24.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mo 25.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 26.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 27.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

Do 28.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

Fr 29.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

Sa 30.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

So 31.10.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Stadtmuseum Weimar, Karl-Liebknecht-Str. 5
Ausstellungen
Ort:
Stadtmuseum Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen

Die Ausstellung präsentiert in einer komprimierten Form Schicksale Thüringer Musiker*innen, welche während der nationalsozialistischen Diktatur ausgegrenzt, verfolgt, zum Exil gezwungen oder ermordet wurden. Die Präsentation unterteilt sich in drei Themenbereiche: jüdische Berufsmusiker, Kultusbeamte jüdischer Gemeinden und ihre musikalischen Aktivitäten sowie Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der erste Themenbereich widmet sich den Schicksalen jüdischer Berufsmusiker, wie etwa des Komponisten Hans Heller (1898-1969) aus Greiz und eines aus Apolda stammenden Geigers Max Peller (1907-1945). Der Themenbereich schließt unmittelbar an die erste Wanderausstellung an, welche bereits Anfang 2019 im Stadtmuseum zu sehen war. Sie behandelt Biographien jüdischer Komponisten, Sänger, Instrumentalisten, Musiklehrer, Musikwissenschaftler und Tänzer, welche an repräsentativen Orten Thüringens gewirkt haben. Die neue Präsentation befasst sich mit Personen, welche in der ersten gar nicht oder nicht markant genug in Erscheinung traten.

Der zweite Themenbereich der Ausstellung leistet einen kleinen Beitrag zum Themenjahr 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Er zeigt an ausgewählten Beispielen musikalische Aktivitäten jüdischer Gemeinden und musikalische Tätigkeit sowie Biographien von Kantoren und Rabbinern. Zu dieser Gruppe gehören etwa: Hermann Schacher (1887-1943), der letzte Kantor der Synagogengemeinde Erfurt, Dr. Gustav Pfingst (1900-1957), der vorletzte Rabbiner der Synagogengemeinde Nordhausen und Dr. Josef Wiesen (1866-1942), der letzte Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinde Eisenach.

Der dritte Ausstellungsbereich befasst sich mit den Mitgliedern der Lagerkapelle des KZ Buchenwald. Eine Analyse vorhandener Archivdokumente und Überlieferungen ermöglichte, Namen von 43 Musikern der Lagerkapelle herauszufinden, ihre Biographien zu rekonstruieren und Einblicke in die Musikausübung im KZ Buchenwald zu gewähren.

Im Zeitraum der Ausstellungspräsentation wird im Stadtmuseum Weimar ein besonderes Exponat ausgestellt: Es ist das Portrait der im NS-Thüringen verfolgten Großherzoglichen Kammersängerin Jenny Fleischer-Alt (1865-1942), welches ihr Mann, Friedrich Fleischer (1861-1838), um 1887 malte und später seiner Familie in Wiesbaden verschenkte. Nach über120 Jahren kam dieses Bild dank Adelheid Rüter-Ehlermann (Großnichte des Malers) und Dr. Bernhard Post nach Weimar zurück und wird der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

Die Gothaer Synagoge lebt

An der Synagoge Gotha
Bildung allgemein
Ort:
Denkmal der Gothaer Synagoge, Altstadtforum
Uhrzeit:
21:00 Uhr
Veranstalter:
Kooperation Ein Projekt der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha in Kooperation mit Genius Loci Weimar, gefördert von der Thüringer Staatskanzlei im Rahmen von „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“.
Die Gothaer Synagoge lebt - Fassadenprojektionen am Ort der Zerstörung

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Gothaer Synagoge zum stolzen Teil der altehrwürdigen Residenzstadt, als Sehenswürdigkeit beworben auf Augenhöhe mit Schloss Friedenstein. Der 11. Mai 1904 war ein Zeichen für die „Toleranzleistung Stadt“: Der feierlichen Einweihung wohnten neben dem Oberbürgermeister, Ministern und Räten auch Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche bei. Nach Jahrhunderten der Vertreibung und Unterdrückung war die jüdische Bevölkerung endlich angekommen.

Nur 34 Jahre später, in der Nacht der staatlich organisierten Novemberpogrome, wurde das prachtvolle Gebäude geschändet und in Flammen gesteckt. Die Feuerwehr bewachte das Niederbrennen. Wenige Monate später begann der Abriss der Trümmer auf Kosten der jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder inhaftiert und deportiert worden.

Nach dem Krieg spielten Kinder auf der Brachfläche zwischen baulichen Überresten der „Syna“, ohne zu wissen, was damit gemeint war. Später wurden Parkplätze geschaffen, ein Supermarkt, in „Wohnscheiben“ hausten Menschen. Nach einem halben Jahrhundert des Vergessens wurde 1988 ein Denkmal errichtet. Nach dessen vorübergehenden Entfernung ist es seit Ende 2020 in neuer Gestaltung Teil des Fachmarktzentrums „Altstadtforum“. – Zeitschichten einer Stadt.

Die Wirkmächtigkeit der systematischen Auslöschung jüdischen Lebens durch das NS-Regime ist spürbar bis in die Gegenwart. Die Fassadenprojektionen machen wieder sichtbar, was unsichtbar gemacht worden ist: die Synagoge als Teil des Gothaer Stadtbildes und „jüdische Kultur“ als lebendiger Teil der „deutschen Kultur“. Ähnlich einer Flaschenpost hat sie, unbemerkt, in unserer Alltagssprache überlebt.

Begriffe wie „Kaff“ und „Zoff“, „schmusen“ oder „zocken“ stammen aus dem Hebräischen und sind meist über das Jiddische ins Deutsche gelangt. Sämtliche Schulen im Landkreis Gotha wurden deshalb im Frühjahr 2021 aufgerufen, sich an dem partizipativen Teil-Projekt „Vokabeln zur jüdischen Kultur“ zu beteiligen. Die Vokabeln stehen ab sofort zum kostenlosen Download bereit: https://www.stiftungfriedenstein.de/sites/default/files/downloads/ssfg_die_gothaer_synagoge_lebt_stickerserie.pdf.

„Die Idee ist“, so Christoph Mauny von der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, „Erinnerungskultur, Sprachwissenschaft und Medienkunst am historischen Ort zu vereinen.“ Jene drei Bereiche verbinde eine „jeder noch so brutalen Realität trotzende Grundhaltung“, wie der Projektleiter erläutert: „In ihnen sind die Toten nicht tot“ – und so blieben auch die Gothaer Synagoge und mit ihr die jüdische Kultur der Stadt „real“. Die Stiftung, die unter anderem die Sammlung zur Stadtgeschichte Gothas bewahrt, wolle mit der urbanen Installation zugleich „die gesellschaftliche Rolle von Museen neu denken“.

weitere Infos: https://www.stiftungfriedenstein.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/juedischesleben

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GZsRQPq-aYY

Mo 01.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

„Zwischen Erfolg und Verfolgung“

Nikolaiplatz 1, 99734 Nordhausen
Ausstellungen
Ort:
Terrasse des Bürgerhauses Nordhausen
„Zwischen Erfolg und Verfolgung“ - Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach

Dauer: von Ende September bis 10. November 

Außen-Ausstellung auf der Terrasse des Bürgerhauses 

mit großformatigen skulpturalen Figuren jüdischer Sportlerinnen und Sportler. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählen. Nur weil sie Juden waren, wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel aberkannt. Seit 2015 wird diese Ausstellung in Deutschland gezeigt. Ein Sportprogramm der Vereine, organisiert vom Kreissportbund, begleitet diese Ausstellung. Eine Spezialausstellung widmet sich innerhalb der Bibliothek den jüdischen Sportlern in Nordhausen und dem jüdischen Leben in unserer Stadt.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 02.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mi 03.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Do 04.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Fr 05.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Sa 06.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

So 07.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
12:06 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Mo 08.11.2021

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Di 09.11.2021

Gedenkveranstaltung für die Opfer der Novemberpogrome 1938.

Kulturhaus Häselburg, Burgstraße 12, 07545 Gera
Vortrag
Ort:
Kulturhaus Häselburg
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Gedenkveranstaltung für die Opfer der Novemberpogrome 1938. - Mit dem Schauspieler Wilfried Pucher (Hainsberg) und der Thüringer Regionalgruppe von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen bitten wir um Anmeldung per Mail unter contact@haeselburg.org oder telefonisch +4936 5 55246844. Der Eintritt beträgt 5 €. Freier Eintritt für Schüler*innen, Studierende, Geflüchtete, ALG-Empfänger*innen und Menschen mit geringem Einkommen.

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
13:32 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Mi 10.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Do 11.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Fr 12.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

L´Chaim! Auf das Leben!

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:

www.gotha.de/stadtbibliothek

L´Chaim! Auf das Leben! - Jüdische Festwoche der Stadtbibliothek vom 07.11.2021 – 12.11.2021

Wir wollen einladen, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Tradition mit Beiträgen, Diskussionsrunden und Begegnungen zu erfahren und neu zu entdecken.

Natürlich darf und wird diese Festwoche die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden. Die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome. Wir wollen mit dieser Festwoche Impulsgeber sein, unseren Blick weiten und auf die wunderbare Bereicherung aufmerksam machen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet - gestern, heute und in Zukunft.

Wir wollen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit bieten, das jüdische Leben im eigenen Ort zu entdecken. Dabei soll allerdings die jüdisch-deutsche Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt werden. Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für das seit vielen Jahrhunderten bestehende Zusammenleben zu schaffen. Durch die Begegnung mit jüdischem Leben in der eigenen Stadt können die Kinder und Jugendlichen diese Geschichte und Gegenwart als lebendig, vielfältig und aktuell erfahren.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek:

Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr

Donnerstag von 10 Uhr bis 19 Uhr

Samstag von 10 Uhr bis 13 Uhr

Sa 13.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

So 14.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Mo 15.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

Di 16.11.2021

» LASST MICH ICH SELBST SEIN.«

Eichsfeldmuseum, Kollegiengasse 10, 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ausstellungen
Ort:
Eichsfeldmuseum
Uhrzeit:
01:00 Uhr
» LASST MICH ICH SELBST SEIN.« - Anne Franks Lebensgeschichte

»Lasst mich ich selbst sein.« ist eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat. Am Beginn stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch. 

Die Wanderausstellung wendet sich direkt an Jugend- liche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: »Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?« Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor. 

Jugendliche begleiten Jugendliche 

Das Ausstellungsprojekt bezieht Jugendliche aktiv mit ein. In einem zweitägigen Training werden sie zu »Peer Guides« ausgebildet und lernen, andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. Auf Augenhöhe entsteht so eine unmittelbare Lernatmosphäre unter Gleichaltrigen, die das Sprechen über historische und aktuelle Themen einfacher macht. Das in der Aus- bildung erlernte Wissen und die Dialog-Methoden ermöglichen den jungen Akteuren, sich konkret an der Gruppe und ihren Bedürfnissen zu orientieren. Mit ihren Erfahrungen, Wünschen und einer eigenen Sprache bringen die Teilnehmenden ihre Lebenswelt in die Beschäftigung mit den Themen der Ausstellung ein. Für die Jugendlichen ist die Tätigkeit als »Peer Guide« ein großer Gewinn: Sie stärken ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. 

DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum

Bahnhofsvorplatz, Jorge-Semprún-Platz , Stéphane-Hessel-Platz  Weimar
Ausstellungen
Ort:
Jorge-Semprún-Platz
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
DIE ZEUGEN - Fotoausstellung im öffentlichen Raum - 22 überlebensgroße Porträts von Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald. Dauerausstellung im öffentlichen Raum.

Weimar steht für Humanismus, Aufklärung und die Moderne genauso wie für Barbarei und Völkermord. Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg gehört zu dieser Stadt und soll uns Mahnung sein. Die Häftlinge des Konzentrationslagers wurden durch die Stadt getrieben und waren somit sichtbar. Der Weg vom Weimarer Hauptbahnhof in die Innenstadt ist von zahlreichen Wegmarken gesäumt. Im Norden der Bahnhofsvorplatz, er ist stark frequentiert, der Platz der 56.000 hat direkten Bezug zum Konzentrationslager, das Neue Museum als ein Ort der Kunst, das jetzige Landesverwaltungsamt war früher Gauforum und somit Sitz des Nationalsozialismus und im Süden das neue Bauhaus Museum als Synonym des Aufbruchs in die Moderne. Der Weimarer Fotograf Thomas Müller porträtierte über mehrere Jahre ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald aus verschiedenen Nationen. Zweiundzwanzig großformatige Fotoporträts stehen im Stadtraum Weimar und laden zum Innehalten und Nachdenken ein. Eine Produktion der ACHAVA Festspiele Thüringen in Zusammenarbeit mit der Stadt Weimar und der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora.

ACHAVA Schülerpanels

Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen
Ort:
Schulen, Universitäten, öffentliche Plätze Thüringer Städte
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
ACHAVA Schülerpanels - Gesprächsrunden in Eisenach, Arnstadt, Friedrichroda, Schleiz, Altenburg, Weimar, Erfurt, Mühlhausen, Jena und vielen anderen Städten

Die Erfahrungen aus 2020 haben uns gezeigt, dass die Begegnung und das Gespräch zwischen den Generationen wichtiger denn je sind. Diese Gesprächsformate helfen Vorurteile abzubauen, Wissenslücken zu schließen und berühren emotional und empathisch. Das umfassende Bildungsprogramm der ACHAVA Festspiele 2021 umfasst das große ACHAVA Schülerforum am 27. September 2021 mit über 300 Schülern aus ganz Thüringen im Thüringer Landtag. Dafür werden Referenten aus der ganzen Welt zum Thema Demokratie, Antisemitismus und Musik eingeladen. Darüber hinaus werden die ACHAVA Festspiele im Vorfeld des Festivals und in den beiden Festivalwochen im ACHAVA LIFE FORUM (ALF) mit den Shoahüberlebenden aus der ganzen Welt im Livestream und im persönlichen Gespräch in vielen Thüringer Schulen zu Begegnungs- und Gesprächstagen unterwegs sein. Zwei verschiedene Gesprächsformate für Schulen, Universitäten und öffentliche Plätze werden angeboten: HÖRT DIE ZEUGEN – Erinnern im Gestern und heute - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM verbindet die Genres Musik, Film und Livestream miteinander. Die Überlebenden der Shoah aus Israel, Ungarn, USA und der Tschechei sind vor Ort oder im Livestream zugeschaltet. Neben der Gesprächsführung durch die Festivalleitung von ACHAVA wird ein Co-Moderator/Moderatorin aus der Schülerschaft das Gespräch gestalten. Die Veranstaltung wird musikalisch eröffnet und im Verlaufe der Veranstaltung wird ein Film mit dem jeweiligen Überlebenden als Protagonisten gezeigt. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Zeitzeugen steht im Mittelpunkt. HÖRT DIE ZEUGEN – Der Rabbiner im Gespräch - Dieses ca. zweistündige Gesprächsformat im ACHAVA LIFE FORUM stellt das jüdische Leben im Hier und heute in den Mittelpunkt. Rabbiner aus der ganzen Welt berichten über ihre Lebensgeschichte, den Alltag eines Rabbiners, die jüdischen Rituale und das ganz normale Leben als Jude in Deutschland und Europa. Das aktive Gespräch zwischen den Schülerinnen und Schülern und dem Rabbiner steht auch bei diesem Gesprächsformat im Mittelpunkt.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10018.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum entdecken

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs "Judentum entdecken" für Interessierte an. Das Kolleg bietet Vorträge und Exkursionen, die in die Welt des Judentum einführen und Orte jüdischen Lebens in Erfurt vorstellen.

Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt
Bildung allgemein, Musik, Führungen
Ort:
Kleine Synagoge
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Volkshochschule Erfurt, Schottenstraße 7, 99084 Erfurt www.erfurt.de/ef/de/leben/bildung/vhs/online/kurs-21-10019.htmc
Synagogenkolleg Erfurt: Judentum für Fortgeschrittene

Die Volkshochschule Erfurt und das Netzwerk "Jüdisches Leben Erfurt" bieten anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdische Leben in Deutschland eine Sonderreihe des 10-wöchigen Synagogenkollegs für Fortgeschrittene an. Das Kolleg bietet weiterführende Vorträge und Exkursionen und spannende Informationen über jüdische Kultur, Religion und Geschichte.

Jecheskiel David Kirszenbaum

Volkshochschule Weimar, Graben 6, Weimar
Bildung allgemein, Ausstellungen, Führungen
Ort:
Volkshochschule Weimar
Uhrzeit:
01:00 Uhr
Veranstalter:
Jecheskiel David Kirszenbaum - Karikaturen eines Bauhäuslers zur Weimarer Republik

Jecheskiel David Kirszenbaum (1900-1954) war ohne Zweifel ein Maler von hoher künstlerischer Qualität, was ihm Anerkennung am Bauhaus in Weimar ebenso wie in der Berliner und später auch in der Pariser Kunstszene verschaffte. 

Gleichermaßen beeindruckend wie auch bedrückend ist allerdings sein Lebensweg vom polnischen Schtetl nach Montmartre, mehrfach verbunden mit erheblichen kulturellen Brüchen und Neuanfängen und nicht zuletzt mit der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und der Ermordung seiner Ehefrau in Auschwitz.

Kirszenbaum wird als jüngstes Kind des Rabbis Natan Majer Kirszenbaum in Staszów im damals russisch regierten Kongresspolen geboren. Seine Eltern wollen ihn ebenfalls zum Rabbiner ausbilden lassen. Doch obwohl Kirszenbaum der jüdischen Religion sein Leben lang eng verbunden bleibt, steht er ihr auch kritisch gegenüber. Er flieht vor dem Polnisch-Sowjetischen Krieg und geht 1920 als Bergmann nach Duisburg. Sein Talent qualifiziert ihn zu einem Studium am Bauhaus von 1923 bis 1925. Im Jahr darauf lebt er in Berlin, stellt bald unter anderem in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden aus und verdient seinen Lebensunterhalt als Karikaturist für verschiedene Satire-Magazine. Dies machte ihn zu einem kritischen Zeitzeugen der Tagesfragen wie schließlich auch des Untergangs der Weimarer Republik. Und viele der Themen, die er in seinen Karikaturen anprangerte, sind bis heute aktuell geblieben. 

Windige Geschäftsleute, die skrupellos Gewinne mit dubiosen Geschäften machen, während die übrige Bevölkerung unter einer schweren Krise zu leiden hat, haben wir auch während der Corona-Krise erleben müssen. Und von schrecklicher Aktualität ist ebenfalls, dass Menschen wegen ihres jüdischen Glaubens angegriffen werden und die israelische Flagge verbrannt wird. Sie trägt den Stern Davids, den der dem Zionismus nahestehende Kirszenbaum noch 1932 in einer Karikatur stolz als Gegenentwurf zur Hakenkreuz-Armbinde der Nazis präsentiert. Sicherlich überstieg es seine Vorstellungskraft, dass die Nazis den „Judenstern“ wenige Jahre später im Zusammenhang mit millionenfachem Mord zur Stigmatisierung der jüdischen Bevölkerung missbrauchen würden. 

In dieser erstmals einzig den Karikaturen Kirszenbaums gewidmeten Ausstellung werden seine Arbeiten digital und in Präsenz gezeigt, die durch Zeitungsberichte, Fotos, historische Dokumente und Texte erläutert und in ihren gesellschafts- und kulturpolitischen Zusammenhängen dargestellt werden. 

»Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte«

Stadtbibliothek Gotha, Friedrichstr. 2 – 4, 99867 Gotha
Bildung allgemein, Bildung exklusiv für Lehrer*innen und Schüler*innen, Ausstellungen, Musik, Führungen
Ort:
Stadtbibliothek Gotha
Uhrzeit:
12:01 Uhr
Veranstalter:

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»Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte« - Ausstellung über Anne Frank

Das Anne Frank Zentrum Berlin setzt bundesweit Wanderausstellungsprojekte zur Geschichte Anne Franks, der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust um. Darüber hinaus thematisieren die Ausstellungen auch aktuelle Fragen von Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart. Der Kern der Ausstellungsprojekte ist die pädagogische Arbeit mit dem Ansatz der Peer Education. In diesem Rahmen werden Jugendliche zu sogenannten Peer Guides, d.h. Ausstellungsbegleiter*innen ausgebildet, die anderen Jugendlichen die Inhalte der Ausstellung zeigen. Damit werden die Möglichkeiten jugendlichen Engagements vor Ort wie auch eine partizipative Form der Erinnerung an Anne Frank und ihre Geschichte gefördert. So werden Jugendliche, die sich für die Gesellschaft einsetzen und Demokratie aktiv mitgestalten wollen, unterstützt und gefördert: als Ausstellungsbegleiterinnen und -Begleiter, als Peer Guides und als Anne Frank Botschafter*innen. Sie erfahren Selbstwirksamkeit und lernen, ihre Handlungsspielräume zu nutzen. Als selbstbewusste Vorbilder inspirieren sie andere Jugendliche, sich ebenfalls für die Erinnerung an den Holocaust und für eine offene und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Menschenrechten bildet den Rahmen, in dem sich die Jugendlichen engagieren. Das Lernen über die Geschichte des Nationalsozialismus und Holocaust bietet dabei eine besondere Chance: Es zeigt, wie sehr gesellschaftlicher Wandel vom Handeln Einzelner abhängig ist und welche Gefahr darin liegt, wenn Gesellschaften ihre humanistischen Werte verlieren.

Die Ausstellung ist die Größte im Angebot des Anne Frank Zentrums und ist in einen historischen Teil und einen aktuellen Teil gegliedert. Auf großen Modulen präsentiert sie sich mittels Bildern, Texten und kurzen Filmen.

Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm.