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Veranstaltungs­übersicht 10/2020–12/2021

So 06.06.2021

Caravan Chamber Orchestra

Petersberg, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Petersberg Erfurt
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Ein Kooperationsprojekt des Yiddish Summer Weimar mit der Universität Haifa, Abteilung Musik, und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.
Caravan Chamber Orchestra - Israel/Deutschland

Das Caravan Chamber Orchestra ist ein 16-köpfiges Ensemble mit Mitgliedern aus Erfurts Partnerstadt Haifa und aus Deutschland, das sich jiddischer und nahöstlicher Musik widmet. Ausgezeichnet mit dem Shimon-Peres-Preis, ist es auch ein Symbol der Hoffnung einer neuen Generation junger Musiker*innen verschiedenster Herkunft. Sie spielen gemeinsam großartige, berauschende Musik – und begeistern damit das Publikum in Israel und Europa! Bundesgartenschau Erfurt 2021, Hauptbühne, Petersberg.

Sa 12.06.2021

Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land

Gebstedt, St. Johannis Keßlar, St. Anna Flustedt, Ev. Kirche Eckolstädt, Ev. Kirche Oberndorf, St. Anna Tiefurt, St. Christophorus Meckfeld b. Bad Berka, St. Martin Tannroda, St. Michael Großobringen, St. Peter & Paul Liebstedt, St. Laurentius
Musik
Ort:
Zehn Kirchen im Weimarer Land und in den Städten Apolda und Weimar
Veranstalter:
Kreis Weimarer Land
Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land - Jüdische Musik in christlichen Kirchen

In zehn christlichen Kirchen wird Musik jüdischer Künstler & Komponisten erklingen. 

Dabei spannt sich der Bogen von Klezmer-Musik in verschiedensten Besetzungen, über Musik jüdischer Emigranten der ganzen Welt sowie jüdischer Komponisten in Deutschland bis zur „Schöpfungsgeschichte“ mit hebräischen Texten [in moderner Fassung für Gesang, Sprecher, Posaune und Percussion]. Sephardische, christliche und muslimische Lieder der iberischen Halbinsel ergänzen die Programmauswahl ebenso wie eine Auswahl von Titeln der Comedian Harmonists. Nicht zuletzt wird auch die Orgel als Instrument der Reformbewegung des Judentums beleuchtet. Es erklingt ein in den letzten Jahren aufwendig restauriertes Instrument des Kreises. 

Vor allem aber – es wird lebendige Musik erklingen!

Zeit: samstags und sonntags

So 25.07.2021

Yiddish Summer Weimar 2021

Musik
Ort:
Weimar, Erfurt, Eisenach
Yiddish Summer Weimar 2021

Alles begann mit einem Wochenend-Workshop im Kulturhauptstadt-Jahr 1999. Alan Bern und seine Gruppe Brave Old World wurden eingeladen, in Weimar jiddische Musik zu unterrichten. Die Resonanz war überwältigend und der Rest ist Geschichte: Seit über 20 Jahren ist der Yiddish Summer Weimar eine weltweite Institution für die Vermittlung, Forschung, Präsentation und Neuschaffung jiddischer und verwandter Kulturen. Zahlreiche Workshops und Konzerte machen jiddische Kultur nahbar, Sprache erlernbar und schlussendlich einen ganzen europäischen Kulturkreis in seiner Komplexität zugänglich und in seiner Schönheit erlebbar. Für eine nähere Beschreibung siehe auch „Hauptprojekte".

Eröffnung des Yiddish Summer Weimar 2021 bei der BUGA Erfurt

Gothaer Straße 38, 99094 Erfurt
Musik
Ort:
Parkbühne egapark
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Eröffnung des Yiddish Summer Weimar 2021 bei der BUGA Erfurt

Der Yiddish Summer Weimar ist seit über 20 Jahren ein Garant für großartige jiddische Musik und Kultur im interkulturellen Kontext. Er ist gleichzeitig eine weltweite Lerngemeinschaft, die viel Wert auf die soziale Dimension ihrer Projekte legt. In diesem Jahr verlegt der YSW seine Eröffnung nach Erfurt und bietet einen Nachmittag mit internationalen Künstler*innen, jeder Menge Musik, Geschichte(n), Projekten, Überraschungsgästen und viel Interaktion mit dem Publikum!

Do 23.09.2021

„Requiem für den unbekannten Verfolgten" von Hans Heller

Musik
Ort:
Dom zu Erfurt
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
„Requiem für den unbekannten Verfolgten" von Hans Heller - Uraufführung Eröffnungskonzert MDR Sinfonieorchester MDR Rundfunkchor Silvius von Kessel – Orgel

Der deutsch-jüdische Komponist Hans Heller (1898–1969) wurde im thüringischen Greiz geboren und ist dort aufgewachsen. 1933 floh er zusammen mit seiner nicht-jüdischen Frau nach Frankreich. Zwangsarbeit und Flucht prägten diese Zeit seines Lebens, bis er 1946 in die USA emigrieren konnte. Mitte der 1950er-Jahre kehrte er nach Berlin zurück, wo u. a. sein „Requiem für den unbekannten Verfolgten" entstand. Hans Heller ist es nie gelungen, eine seinem herausragenden Talent gebührende Stellung im Musikleben einzunehmen. Er arbeitete extrem lange an Kompositionen und kümmerte sich wenig um Aufführungsmöglichkeiten und Kontakte. Sein Name und sein gesamtes Schaffen sind vollständig in Vergessenheit geraten.

So 26.09.2021

Hört die Lieder

Max-Cars-Platz 1, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Neue Synagoge Erfurt
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Hört die Lieder - Eine jüdisch-christliche Entdeckungsreise

Innerhalb der jüdischen Feiertage Sukkot – dem Laubhüttenfest – wird der MDR Kinderchor sich, gemeinsam mit dem thüringischen Landesrabbiner Alexander Nachama und dem Ambrosius-Duo, den jüdischen und christlichen Chorgesängen verschiedener Jahrhunderte widmen. Dieses Konzert, von einem Kinderchor und Rabbiner gestaltet, soll die ganze Familie ansprechen.

Mo 27.09.2021

Das jüdische Eisenach

Lutherplatz 8, 99817 Eisenach
Musik
Ort:
Lutherhaus Eisenach
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Das jüdische Eisenach - 3. Interkulturelle Begegnungswoche

Das Projekt „Jüdisches Leben! Christlich-jüdische Fest- und Begegnungswoche in Eisenach" soll durch ein vielfältiges Festprogramm mit Musik, Lesungen, Diskussionen und Gottesdiensten Einblicke in jüdische Kultur und Religiosität geben sowie Möglichkeiten der Begegnung und des Gesprächs schaffen. Mit prominenten Gästen, Programmen für Schüler*innen, gastronomischen Angeboten und einem jüdischen Gottesdienst in Eisenach soll in stimmungsvoller Atmosphäre ein bewusstes Zeichen gegen das Wiedererstarken antisemitischer Tendenzen gesetzt und vielfältige Möglichkeiten zu Informations- und Gedankenaustausch geboten werden. Das Projekt ist bewusst auf ein breites Publikum ausgerichtet, das noch keine oder nur wenige Vorkenntnisse besitzt und soll auch Kinder und Jugendliche ansprechen.

Di 28.09.2021

Ute Lemper – Songs for Eternity

Schillerstraße 48, 99084 Erfurt
Musik
Ort:
Thomaskirche Erfurt
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Ute Lemper – Songs for Eternity

Zusammen mit dem italienischen Pianisten und Musikforscher Francesco Lotoro entwickelte Ute Lemper das Programm „Songs for Eternity" mit Liedern aus Ghettos und Konzentrationslagern der Jahre 1942 bis 1944, die sie überall auf der Welt fanden und die nun erstmals in Deutschland zu hören sein werden. Ute Lemper selbst, schon lange in New York wohnhaft und mit dem jüdischen Musiker Todd Turkisher verheiratet, sieht es als ihre Pflicht, den Dialog über die Vergangenheit zu führen und an die Verbrechen der Shoa zu erinnern. Sie erzählt die Geschichten der Menschen und lässt ihre Lieder erklingen, so in den „Songs for Eternity".

Mi 29.09.2021

Gleißendes Licht

Carl-Zeiss-Platz 15, 07743 Jena
Musik
Ort:
Volkshaus Jena
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Veranstalter:
Achava Festspiele Thüringen
Gleißendes Licht - Ein kathartisches, transmediales Oratorium-Concerto von Marc Sinan

Jede Form des Faschismus und Rassismus in Deutschland wird in den Schatten gestellt durch die Schoa, in der Unfassbarkeit ihrer Dimension. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen können nicht begangen werden, ohne der systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas zu gedenken. Diese Mehrschichtigkeit versucht das Projekt „Gleißendes Licht" im Hier und Jetzt für ein Publikum erfahrbar zu machen. Dafür wird die Konstellation einer konzertanten Gleichzeitigkeit an vier symbolhaften Orten gewählt: Der Pianist Igor Levit spielt auf einem öffentlichen Platz in Jerusalem ein klassisches Programm. In Weimar ist ein Orchester auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald zu hören. Im Volkshaus Jena erklingt ein Oratorium. Der Madrigalkreis singt am Jenaer Westbahnhof, dem Ausgangspunkt zahlreicher Deportationen. Igor Levit in Jerusalem, die Musikerinnen und Musiker in Buchenwald und der Chor am Westbahnhof Jena werden audiovisuell ins Volkshaus Jena hinzugeschaltet. An jedem der vier Orte findet ein für sich geschlossenes Konzert statt; und dennoch macht die virtuelle Verbindung offensichtlich, was wirklich ist: die unendliche Verbindung dieser Orte miteinander durch das unaussprechliche Verbrechen an den Juden. Im Kern des Oratorium-Concertos steht eine Ethik der Gegenwart, die sich aus dem Mehrklang formuliert. Ein musikalischer Ort des Humanismus und der Spiritualität in einer Zeit, in der Werte korrodieren und relativiert werden.