Hinweis: Um die korrekte Darstellung der Seite zu erhalten, müssen Sie beim Drucken die Hintergrundgrafiken erlauben.
  • Sie haben einen Filter gesetzt: - Heß, Alfred (1879–1931)

Personen/Institutionen:

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Orte:

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Ihre Recherche - Sie suchen:

Personen/Institutionen:
Gefundene Objekte: 1

H

Alfred Heß (1879–1931)

Alfred Heß wurde am 10. Mai 1879 in Erfurt geboren und während der Weimarer Republik prägend für das kulturelle Leben in Erfurt. Alfred Heß war Mitbesitzer der Firma „M. L. Heß-Schuhfabrik“ AG, die ihm ein beträchtliches Vermögen erbrachte und es ihm erlaubte, eine grosse Sammlung zeitgenössischer Kunst zu erwerben. Er war einer der ersten Sammler expressionistischer Kunst und unterstützte das Erfurter Museum finanziell und mit seinem aussergewöhnlichen Kunstverständnis. Dem Städtischen Museum, heute Angermuseum, vermachte er testamentarisch seine eigene Sammlung - ca. 80 Gemälde, 200 Aquarelle und 4000 Blatt Graphik. Seine Privatsammlung und die Sammlung der „zeitgenössischen Abteilung“ des Museums waren aufeinander abgestimmt. Jährlich stiftete Alfred Heß dem Museum eine gewisse Anzahl an Kunstwerken, und finanzierte die Ausmalung eines Raumes des Museums durch Erich Heckels „Lebensstufen“. Im Haus der Familie Heß gingen berühmte Künstler:innen und Intellektuelle ein und aus, so etwa Lyonel Feininger, Otto Dix, Martin Buber, Walter Hasenclever, Erich Heckel, Paul Hindemith, Else Lasker-Schüler, Paul Klee, Franz Marc, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Christian Rohlfs. Daneben wirkte Alfred Heß in vielen Vereinen der Stadt Erfurt, etwa im Erfurter Kunstverein, im Erfurter Geschichtsverein, im Vorstand des Sport-Club Erfurt e.V. und er war Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), welche er im Stadtparlament als Stadtverordneter von 1919–1924 vertrat. 
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Alfred Heß nicht mehr miterleben. Er starb an Heiligabend 1931 in einem Jenaer Krankenhaus bei einem operativen Eingriff im Alter von 52 Jahren, sein Grab befindet sich auf dem Erfurter jüdischen Friedhof. Seine Familie reagierte rechtzeitig und migrierte mitsamt den Sammlungen 1933 nach England.