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Max Heilbrun (1886–1946)

Max Heilbrun wurde 1886 in Immenrode geboren. Er verließ das Dorf um nach Nordhausen zu ziehen. Dort gründete er gemeinsam mit seinem Cousin Norbert Heilbrun das Unternehmen „Gebrüder Heilbrun“. Im Jahr 1924 heiratete er die 19 Jahre jüngere Karoline Schwabe, genannt Lola. Am 7. November 1924 wurde die gemeinsame Tochter Hannelore geboren. Im Jahre 1925 übernahm Max Heilbrun das Geschäft seiner Ehefrau, „Julius Schwabe“. Über zehn Jahre lang verbuchten die Gebrüder Heilbrun nur Erfolge und stetiges Wachstum, wodurch Max Heilbrun nach und nach ein Haus, Felder und Weiden in Immenrode und Niedertopfstedt erwerben konnte. 1937 sollte das letzte Jahr ihres Erfolges sein. Ihre Einnahmen halbierten sich bereits ein Jahr später, wodurch die Überlegung, das Unternehmen zu liquidieren, geäußert wurde. Aufgrund dieses Gedanken kamen sie unter Verdacht, das Land verlassen zu wollen und mussten neben der Judenvermögensabgabe auch die Reichsfluchtsteuer entrichten. Da Max Heilbrun aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht vor hatte zu emigrieren, widersetzte er sich der Zahlung. Am Morgen des 10. Novembers 1938 wurden er und sein Cousin Norbert nach Buchenwald gebracht und erst am 6. bzw. 8. Dezember freigelassen. Beide begannen daraufhin mit den Vorbereitungen das Land schnellstmöglich zu verlassen, den gesundheitlichen Einschränkungen Max Heilbruns zum Trotz. Nach dem Verkauf seines Unternehmens, um das nötige Kapital für seine bevorstehende Auswanderung aufzubringen, stellte Max Heilbrun einen Antrag für ein Führungszeugnis. Die Devisenstelle in Magdeburg sperrte daraufhin die Konten der Familie, wodurch sie keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung hatten. 1939 wurde er erneut festgenommen und nur unter der Bedingung freigelassen, dass er das Land innerhalb der nächsten drei Wochen, bis Ende März 1939, verlassen würde. Die Familie floh nach England und kehrte nie wieder nach Deutschland zurück. Max Heilbrun starb an einem Herzinfarkt in London am 13. August 1946. Im Jahre 1990 erhielt die Jewish Claims Conference eine Kompensation für die verlorenen Vermögenswerte des Unternehmens „Gebrüder Heilbrun“.