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Familie Hofmann

Die Familie von Samuel und Blümche Hofmann gehörte ebenfalls zu den ersten Familien der jüdischen Gemeinde in Themar. Wie auch die Familie Bär, Frankenberg, Müllers und Walthers, zog die Familie Hofmann von dem Dorf Marisfeld Mitte der 1860er Jahre nach Themar, wo sich ökonomisch mehr Möglichkeiten boten. Allerdings blieb die Familie Hofmann nicht lange in Themar, nach 20 Jahren war kein Mitglied der Familie mehr in Themar wohnhaft. Das meiste ist über Lippmann Hofmann bekannt, geboren 1826. Er heiratete Friederike, genannt Riecke Sachs aus Berkach 1856, beide lebten ursprünglich in Marisfeld. Nach der Geburt ihrer Tochter Frieda 1865 zog die Familie nach Themar, in einer Zeit, als mehrere Familien aus dem Dorf in die Kleinstadt zogen. Riecke gebar noch 5 weiter Kinder. 1875 lebte die Familie Lippmann Hofmann in der Traubengasse 117, 12 Menschen wohnten laut Einwohnerliste an dieser Adresse, Lippmann, Riecke, ihre Kinder und Lippmanns Eltern, Samuel und Blümche. Samuel Hofmann starb 1878, seine Frau Blümche vier Jahre später. Lippman war als Handelsmann tätig. Im November 1883 zog die Familie Hofmann mit einigen ihrer Kindern nach Jena, wo sie am Löbdergraben 14 wohnten. Lippmann starb 1904 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof beigesetzt. Moritz Hofmann, der zuerst bei seinen Eltern wohnte, bezog seine eigene Wohnung am Löbdegraben 34 mit seiner Frau Jetty, geborene Moses. Moritz war ein Viehhändler und arbeitete mit seinem Schwager Abraham Frankenberg, Ehemann von Regine Hofmann, die am Löbdegraben 14 wohnten. Salomon Hofmann, Moritz jüngerer Bruder und seine Frau Frieda, geborene Plaut, lebten ebenfalls in Jena, am Löbdegraben 34 und führten einen Immobilienhandel und ein Tabakwarengeschäft in der Lutherstrasse 9. Von Mai bis September 1942 war Salomon Hofmann die Kontaktperson zwischen den Nazi Authoritäten und der Jüdischen Gemeinde in Jena. Am 20. September 1942 wurden Salomon und Frieda Hofmann von Jena nach Theresienstadt deportiert, von wo aus sie zwei Jahre später nach Auschwitz deportiert und umgebracht wurden. 2008 wurden in der Lutherstrasse Stolpersteine für Salomon und Frieda Hofmann verlegt.