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Erna Holzmann (1899–1942)

Erna wurde 1940 in das Judenhaus Bernhardstraße 14 eingewiesen. Doch als sie im Mai 1942 den Deportationsbeschied erhielt, ging sie in den Freitod, indem sie Kohlengase aus ihrem Herdfeuer einatmete. Vorher hatte sie einen Brief geschrieben an ihren "Papa Iwan", der in Wirklichkeit ein Großonkel von ihr war. In diesem Schreiben kündigte sie an, dass sie sich ihrer Deportation entziehen wolle:
„ Abschrift!
Apolda, den 2. Mai 1942. Lieber Papa Iwan! Vielen Dank für Deine lb. Zeilen. Nun ist es hier doch so weit, wir haben heute die Listen zum Ausfüllen bekommen, vielleicht ist es in 8 Tagen alles vorbei. Da ich nicht die Absicht habe, mitzugehen, möchte ich Dich bitten, Erich auf irgend eine Weise von meinem Ableben in Kenntnis zu setzen. Vor allem muß er wissen, daß er sich später mal an unseren Vetter Ewald halten soll, ich hatte Erich selbst früher schon mal Andeutungen darüber geschrieben. Wenn Du irgend etwas wissen willst, dann kannst Du Dich an meine besten Bekannten hier wenden, die zurück bleiben werden, weil er Schwerkriegsbeschädigter ist. Die Adresse lautet: Bernhard Prager, Apolda Sandgasse 8. Wenn es möglich ist, grüße alle nochmal von mir und sei selbst herzlichst gegrüßt von Deiner Erna. - beantwortet 04.05.1942.“

Erna wurde am 9. Mai 1942 eingeäschert, aber erst im Oktober 1942 in einem Sammelgrab auf dem Friedhof in Apolda beigesetzt._ _