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Johann Ollik (1905–1945)

Johann Ollik wurde am 12. Juli 1905 in Schwornigatz im Kreis Konitz geboren. Als nach dem Ersten Weltkrieg grofle Teile Westpreuflens infolge des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 an Polen abgegeben werden mussten, wurde auch Schwornigatz wieder polnisch. Ollik erlernte den Beruf des Schlossers. Seit 1927 war er Mitglied der KPD und Funktionär im Kampfbund gegen den Faschismus. Er heiratete am 2. Februar 1929 Charlotte Laux aus Apolda. Der erste Sohn Hans wurde am 2. Oktober 1929 geboren, der zweite Sohn Franz Peter am 31. Oktober 1937. Diese Ehe wurde im Mai 1938 geschieden. Im Jahre 1938 zog die am 21. September 1917 geborene Else Hille nach Apolda. Hier lernte sie Johann Ollik kennen. Beide heirateten am 11. Mai 1940, ihr Kind Ingrid war am 2. April 1940 geboren. Der Kommunist Ollik geriet natürlich mit dem Nazireime mehrfach in Konflikt: einmal, als er einen Streik in der Dampfziegelei Tilgner anschob, ein anderes Mal wegen unerlaubten Kontakts mit sowjetischen Zwangsarbeitern, und ein letztes Mal wegen eines unbedacht angeeigneten Karabiners. Er lernte die Gestapozentrale im Marstall Weimar kennen, das KZ Buchenwald, das KZ Sachsenhausen und zuletzt wieder die Gestapo im Marstall. Hier wurde er am 24. September zugeführt, misshandelt und schwer verletzt im Krankenhaus Rosenthalstrafle von Weimar eingeliefert, wo er am 10. Januar 1945 starb. Die antifaschistische Stadtregierung gab 1946 einer Strafle im Apoldaer Westviertel den Namen „Ollikstraße“. Am Weimarer Marstall wurde für die Opfer der Gestapo eine Gedenktafel angebracht, die bei der Sanierung des Gebäudekomplexes 1996 abgenommen und eingelagert werden sollte. 2007 wurde vom Hauptstaatsarchiv mitgeteilt, dass die Tafel leider unauffindbar bleibe.