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Erna Oswald (1900–1986)

Erna Oswald wurde am 19. November 1900 als jüngstes Kind der Eheleute  Georg und Henriette Born in Jena geboren. Nach dem Besuch des Lyzeums unterstützte sie ihre Eltern in deren Schuhwarengeschäft in der Kollegiengasse. 1923 heiratete sie den ebenfalls aus Jena gebürtigen Walter Oswald (1900–1985), der als Bankbeamter und später Bankbevollmächtigter bei der Thüringischen Landesbank tätig war. Das Ehepaar hatte eine gemeinsame Tochter. 1927 wurde Erna Oswald als „Ehefrau“ im Verzeichnis der für die Besoldung des Landesrabbiners beitragspflichtigen Israeliten erfasst. Ihr Mann gehörte der evangelischen Kirche an. Ab 1933 war die Familie allen antijüdischen Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt. Dazu zählten ständige Überwachungen durch die Gestapo und die Annahme des Zwangsvornamens Sara. Als »jüdisch Versippter« musste Walter Oswald ab 15. Oktober 1944 im Lager Halle-Weißenfels der  Organisation Todt Zwangsarbeit leisten, unter anderem schwere Erdarbeiten verrichten. Erst am 16. April 1945 konnte er aus Halle-Wörmlitz nach Jena zurückkehren. Auch die Tochter wurde als „Mischling ersten Grades“ zur Zwangsarbeit in einer Wäscherei herangezogen. Erna Oswald erhielt noch im Januar 1945 den Deportationsbescheid nach Theresienstadt. Ihre Geschwister Gustav Born und Amalie Kühnhold waren bereits 1942 bzw. 1944 in Konzentrationslager verschleppt worden. Erna Oswald überlebte das Lager und kehrte im Juni 1945 nach Jena zurück. Für ihre Angaben zur Anerkennung als Opfer des Faschismus bürgten unter anderem ihr Nachbar, der ehemalige Bürgermeister und Stadtrat Ernst Gries sowie die ebenfalls in Theresienstadt internierte  Fanny Möhring. Erna Oswald gehörte der nach Kriegsende unter Max Blau neu gegründeten kleinen jüdischen Gemeinde an. Walter Oswald wurde 1945 als Direktor der Städtischen Brauerei eingestellt. 1965 verließ das Ehepaar Jena und übersiedelte nach Bayern. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes starb Erna Oswald am 23. Juli 1986 in Bad Reichenhall.